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Xanten baut letztes Stück des Radwegs Boxteler Bahn aus

Auf historischer Eisenbahnlinie : Xanten baut letztes Stück des Radwegs Boxteler Bahn aus

Bisher führte die Strecke mehrere Hundert Meter über einen privaten Wirtschaftsweg. Doch die Stadt kaufte das Stück und lässt es ausbauen. Die Kosten werden von der Verwaltung auf 250.000 Euro geschätzt.

Die Stadt Xanten lässt ein 360 Meter langes Stück des Radwegs Boxteler Bahn ausbauen. Die Arbeiten haben Anfang Mai begonnen. Die Kosten werden von der Verwaltung auf 250.000 Euro geschätzt, 75 Prozent übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Mit dem Ausbau dieses Stücks soll das Projekt Boxteler Bahn auf Xantener Gebiet abgeschlossen werden, teilte der Technische Dezernent Niklas Franke mit.

Die Boxteler Bahn war eine fast 100 Kilometer lange Bahnstrecke von Boxtel in den Niederlanden bis Wesel, die in den 1870er Jahren in Betrieb genommen worden war. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der Strecke zerstört, einen Zugverkehr gab es anschließend nur noch auf einigen Abschnitten, wurde aber in den 1960er und 1970er Jahren eingestellt. In den vergangenen Jahren bauten die Kommunen Xanten, Sonsbeck und Uedem auf und entlang der historischen Eisenbahnlinie nach und nach einen Radweg.

In Xanten führt ein Stück über Wesendonkshof, einen privaten Wirtschaftsweg. Dort sei es nicht möglich gewesen, den Fahrradweg auf der ehemaligen Bahntrasse zu bauen, weil es sich um ein Naturschutzgebiet handle, erklärte Franke. Die Nutzung eines privaten Wirtschaftsweges durch Radfahrer sei zulässig, das Landesnaturschutzgesetz NRW erlaube dies. Es habe jedoch immer wieder Beschwerden von Anlieger gegeben. Deshalb habe die Stadt dieses Stück des Wirtschaftsweges gekauft und zugesagt, die 360 Meter auf einen Regelquerschnitt von fünf Meter Breite auszubauen. „Diese Maßnahme wird nun aktuell umgesetzt.“

Die Stadt hatte das Stück des Wirtschaftswegs 2018 gekauft. Der Auftrag für den Ausbau wurde ausgeschrieben, eine Firma aus Kleve erhielt den Zuschlag. Die Umsetzung war für 2019 geplant gewesen, verzögerte sich dann aber. Die Vermessung und die Planung des Radwegs hätten viel Zeit in Anspruch genommen, erklärte Franke. Die Bauarbeiten sollen in drei bis vier Wochen beendet sein.