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Wohnen in Xanten: So stark sind die Mieten gestiegen

Auswertung für zehn Jahre : Mieten stiegen um bis zu 25 Prozent

Eine Auswertung der landeseigenen NRW Bank zeigt, um wie viel teurer das Wohnen zwischen 2009 und 2018 geworden ist. In Xanten kletterten die Mieten in Bestandswohnungen stärker als in Alpen, Rheinberg oder Sonsbeck.

In Xanten sind die Mieten über zehn Jahre deutlich stärker gestiegen als in anderen Städten und Gemeinden des Kreises Wesel. Das zeigen Daten der landeseigenen NRW Bank. Demnach erhöhte sich die mittlere Nettokaltmiete zwischen 2009 und 2018 in Bestandswohnungen in Xanten um 24,8 Prozent, in Alpen um 11,5 Prozent, in Dinslaken um 17,3 Prozent, in Kamp-Lintort um 17,1 Prozent, in Moers um 13,6 Prozent, in Rheinberg um 11,5 Prozent, in Sonsbeck um 18,2 Prozent  und in Wesel um 10,5 Prozent.

Wie die NRW Bank weiter berichtet, hatte der Mittelwert für Wiedervermietungen von Bestandswohnungen 2008 in Xanten noch bei rund 5,50 Euro pro Quadratmeter gelegen. Bis 2018 sei er auf etwa 6,90 Euro pro Quadratmeter geklettert. In Alpen habe die mittlere Nettokaltmiete in Bestandswohnungen 2018 bei 6,12 Euro pro Quadratmeter gelegen, in Dinslaken bei 6,57 Euro, in Kamp-Lintfort bei 6,03 Euro, in Moers bei 6,5 Euro, in Rheinberg bei 6,09 Euro,in Sonsbeck bei 6,23 Euro und in Wesel bei 6,00 Euro.

Die Werte stammen aus den Wohnungsmarktprofilen der NRW Bank für die Kommunen. Die Berichte sind Anfang des Jahres veröffentlicht worden. Die landeseigene Bank analysiert regelmäßig den Wohnungsmarkt, um die Marktteilnehmer über Entwicklungen und Trends zu informieren. Die Mehrheit der Daten stammt aus den amtlichen Statistiken. Bei den Angaben zu den Mieten beruft sich die NRW Bank auf Werte des Marktforschungsunternehmens Empirica.

Für neu gebaute Wohnungen sind die Mieten in der Regel noch etwas höher als für Bestandswohnungen, wie die Auswertung der NRW Bank zeigt. Demnach wurden in Xanten bei einer Erstvermietung 2009 im Durchschnitt etwas mehr als 6,00 Euro pro Quadratmeter verlangt, 2018 dagegen 8,80 Euro. Es handelt sich um Mittelwerte. Für die Analyse seien die Mieten ausgewertet worden, zu denen Wohnungen im Internet angeboten worden seien, weil diese Angebotsmieten den Markttrend am besten spiegelten, erklärte die NRW Bank in ihren Wohnungsmarktberichten.

In Alpen wurden Neubauwohnungen demnach 2009 für eine Nettokaltmiete von etwa 6,50 Euro und 2018 für rund 7,40 Euro pro Quadratmeter angeboten. In Dinslaken stieg die Angebotsmiete laut der NRW Bank von um die 7,00 Euro (2009) auf zirka 9,30 Euro (2018) pro Quadratmeter, in Kamp-Lintfort von knapp 6,60 Euro (2009) auf fast 9,00 Euro (2018) pro Quadratmeter, in Moers von knapp 7,20 Euro (2009) auf über 10,00 Euro (2018) pro Quadratmeter, in Rheinberg von um die 6,40 Euro (2009) auf gut 8,80 Euro (2018) pro Quadratmeter, in Sonsbeck von rund 5,60 Euro (2009) auf mehr als 7,70 Euro (2018) pro Quadratmeter und in Wesel von knapp 6,50 Euro (2009) auf gut 8,50 Euro (2018) pro Quadratmeter.

Landesweit sind die Mieten in diesem Zeitraum ähnlich stark gestiegen wie am Niederrhein, wie die landeseigene Bank weiter berichtet. Demnach stiegen die Bestandsmieten zwischen 2008 und 2018 in ganz NRW um 1,45 Euro auf 7,20 Euro pro Quadratmeter (plus 25 Prozent) und die Neubaumieten zwischen 2009 und 2018 um 2,70 auf 10,00 Euro pro Quadratmeter (plus 36 Prozent). In den vergangenen Jahren seien zuerst die Mieten in Großstädten wie Köln und Düsseldorf gestiegen, später aber auch in kleineren Kommunen, berichtete der Deutsche Mieterbund in Nordrhein-Westfalen.