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Das Landhaus Spiekermann hat neue Besitzer

Deutsche und Griechische Spezialitäten : Neue Besitzer im Landhaus Spickermann

Die fünfköpfige Familie Malamatas hat das Restaurant und die Pension in Vynen übernommen. Jetzt stehen auch griechische Gerichte wie Moussaka, Tsatsiki und Gyros auf der Speisekarte.

Aus Alters- und Krankheitsgründen mussten Wilfried Spickermann und seine Frau Ursula ihr beliebtes Landhaus im Dahmenhofweg aufgeben. Beide sind über 70. Und als Wilfried Spickermann Mitte Februar ins Krankenhaus musste und im Koma lag, war klar, dass sie nicht mehr in der Lage seien würden, den Gasthof weiterzuführen. „Wir haben so viel Herzblut reingesteckt, jetzt gehen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt Wilfried Spickermann, der sich zurzeit daheim auskuriert. Gerne hätte er sich bei seinen Gästen verabschiedet. Doch wegen der Corona-Pandemie und seiner Krankheit war das nicht möglich. „Leider. Ich möchte allen einfach nur Danke sagen.“

Ende Februar übergaben die Spiekermanns Pension und Gaststätte an die neuen Besitzer. Die fünfköpfige Familie Malamatas mit Papa Stylianos, Mama Irini Kazazi und den drei Kindern Ioannes Konstantinos, Eleftherios sowie Eftichia übernahm die Verantwortung. Ein richtiges Familienunternehmen, in dem alle mithelfen: Stylianos steht in der Küche und bereitet die Gerichte zu, Irini kümmert sich um die Pension und die drei Kinder helfen da aus, wo sie gerade benötigt werden. So kümmern sie sich um Flyer und die Gestaltung der neuen Website oder bedienen die Gäste.

Genügend Erfahrung in der Gastronomie haben sie in den vergangenen Jahren gesammelt. „Unser Onkel besitzt ein Restaurant in Bocholt, in dem wir als gesamte Familie ausgeholfen haben und einiges lernen konnten“, erzählt der 19-jährige Ioannes. Trotzdem sei die Übernahme eines eigenen Restaurants und einer Pension obendrein eine neue Herausforderung. „Wir müssen erst mal reinkommen. Aber bis jetzt läuft es ganz gut.“

Wegen der aktuellen Lage seien Restaurant und Pension nicht überfüllt, so dass sich die fünf Schritt für Schritt an ihre neuen Aufgaben herantasten können. Außerdem bekommen sie viel Hilfe vom Personal, das sie von den Spickermanns übernommen haben. „Sie haben uns ein tolles Landhaus mit tollen Angestellten hinterlassen. Dafür sind wir vor allem in der jetzigen Situation sehr dankbar“, sagt Stylianos.

 Im Gegensatz zu vielen anderen Restaurants haben die Malamatas unter der Schließung während der Corona-Pandemie nicht gelitten. Sie nutzten die Zeit, um das gesamte Landhaus auf Vordermann zu bringen. Die Räume wurden gestrichen und grundgereinigt, anderes Besteck gekauft und der Garten neu gestaltet. Viele der Kunden, die das frisch renovierte Landhaus betreten haben, seien begeistert von der neuen Optik gewesen. Familie Malamatas ist hochzufrieden mit dem Ergebnis. „Wir hatten sehr viel zu tun, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagt Ioannes.

An der Speisekarte hat die Familie indes nicht viel verändert, es sind nur einige Gerichte dazugekommen. Neben deftigen Speisen wie Wiener Schnitzel, Currywurst und Pommes gibt’s nun auch Spezialitäten aus dem Heimatland der Malamatas: Griechenland. Dafür mussten ein Drehspieß und ein neuer Grill her. Jetzt bereitet Stylianos typische griechische Gerichte wie Moussaka, Tsatsiki und Gyros in der Küche zu.

Das Kochen hat er schon immer geliebt. „Papa ist am liebsten in der Küche, wir kümmern und um den Rest. Das haben wir ganz gut aufgeteilt“, sagt Ioannes.