Sonsbeck: Chor Barbershop Blend gibt Weihnachtskonzert im Kastell

Sonsbeck: Barbershop Blend im alten Wohnzimmer

Nach seinem Umzug von Sonsbeck nach Geldern kehrt der Chor am heutigen Samstag für ein Konzert ins Kastell zurück.

Konzentriert blickt Norbert Hammes auf seinen Laptop und streift mit den Augen über die Damen, die sich vor ihm aufgestellt haben. „Ich prüfe, ob alle an der richtigen Stelle stehen“, sagt der Leiter des Chors Barbershop Blend – braucht aber keine großen Korrekturen und kann sofort mit seinen Schützlingen die Probe im Saal der Sekundarschule Geldern beginnen. Das Highlight in diese Jahr sei die „Barbershop Convention“ in München gewesen, wo man als Chor Fünfter geworden sei, plaudert der Chorleiter in einer Pause. „Wir haben uns da in der Bewertung deutlich verbessert – und der Chor hat in letzter Zeit einen großen Qualitätssprung gemacht.“

Seit einem Vierteljahr hat Hammes mit dem 46-köpfigen Ensemble an dem Winterprogramm und dem Konzert im Sonsbecker Kastell am heutigen Samstag, 8. Dezember, um 17 Uhr gearbeitet. Alle Beteiligten freuen sich, dass sie wieder dorthin zurückkehren können, wo sie als Chor jahrelang geprobt haben und aufgetreten sind – so ähnlich wie für Boris Becker Wimbledon ist es für sie die Rückkehr ins frühere „Wohnzimmer.“ Damals sei allen die Abkehr von Sonsbeck schwer gefallen. „Aber in Geldern haben wir durch den Kulturverein mehr Auftritte, sind im Forum Geldern aufgenommen worden“, sagt die erste Vorsitzende des Chores, Liss Scholtes. „Das ist alles leichter geworden – und der Proberaum ist auch deutlich besser.“

Trotzdem „ist da schon Wehmut. Wir sind froh, wieder im Kastell auftreten zu können“, unterstreicht Chorleiter Hammes. „Der Termin war vor unserem Weggang schon fest eingeplant. Wir haben da nach wie vor ein gutes Verhältnis. Und wir können ja sehen, ob wir diese noch junge Tradition beibehalten können.“ Statt Zukunftsmusik zählt aber erst einmal die Gegenwart – und da will der Barbershop-Chor die Sonsbecker Fans und alle, die aus der Umgebung ins Kastell kommen „wie schon vor zwei Jahren „in Weihnachtsstimmung versetzen“, sagt der Chorleiter. Dazu wird es natürlich ein paar Klassiker wie „Maria durch den Dornwald ging“ oder „Sing me to heaven“ geben. „Aber wir haben da ein Drittel bis 40 Prozent vom Repertoire ausgetauscht“, versprechen die Protagonisten.

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Mit der Moderation von Petra Onasch-Szerman wird es auch ein paar Premieren geben – zum Beispiel „When christmas comes to town“ aus dem „Polarexpress“, eine besondere „Rythmusgruppe“ und neue Kompositionen wie „Text me Merry Christmas“, eine nette Persiflage auf SMS-Weihnachten.

Weitere Auftritte: Sonntag, 9. Dezember, Markt Geldern; 9. Februar 2019, Feuerwache in Rheinberg-Budberg ab 20 Uhr.

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