Bauausschuss in Sonsbeck: Klimaschutz-Projekt geht in zweite Runde – und sorgt für Zwist

Bauausschuss in Sonsbeck: Klimaschutz-Projekt geht in zweite Runde – und sorgt für Zwist

Die Gemeinde Sonsbeck kann in die detaillierten Planungen zur Umsetzung des Klimaschutz-Projekts „Klimaschutz in Bewegung“ einsteigen.

Der Bauausschuss stimmte in seiner Sitzung am Donnerstagabend bei drei Enthaltungen einer Verwaltungsvorlage zu, die die Gemeinde damit beauftragt, notwendige Maßnahmen zur weiteren Ausarbeitung des Projekts und zur Vorbereitung eines Förderantrags für die zweite Stufe des Projektaufrufs zu veranlassen.

Vor einigen Wochen ging das Projekt siegreich aus der ersten Runde des Wettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz.NRW“ des Landeswirtschaftsministeriums hervor (wir berichteten), wodurch die nun anstehende Qualifizierungsphase erreicht wurde. Bis März hat die Gemeinde nun Zeit, die Projektbausteine detailliert zu planen und eine aktualisierte Kostenschätzung auszuarbeiten. Vier Säulen sollen durch das Projekt umgesetzt werden: die Sporthalle der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule soll energetisch saniert, zweitens ein Radweg entlang des Schulgeländes gebaut werden. Zudem sollen die Grundschulkinder durch einen Klimaparcour und künftig regelmäßige Klimaolympiaden für Bewegung und Mobilität sensibilisiert werden. Außerdem soll Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden.

Wie schon in den Wochen zuvor sorgte vor allem die geplante Sanierung der Sporthalle für viele Diskussionen im Ausschuss. Die derzeitige Kostenschätzung sieht vor, dass knapp 2,1 Millionen Euro aufgebracht werden müssten, um die Halle auf den neuesten Stand der Technik zu bringen – die Gemeinde müsste sich mit rund 60.000 Euro beteiligen.

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Der Aspekt des Klimaschutzes sei richtig und wichtig, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Christa Weidinger. Hinsichtlich der Millionensumme sei aber grundsätzlich und wiederholt die Frage zu stellen, warum man nicht eine komplett neue Halle an anderem Standort baue. Ausschussvorsitzender Jürgen Kühne (FDP) bemerkte zusätzlich, dass derzeit in Kerken für knapp 3,9 Millionen Euro eine komplett neue Dreifach-Halle gebaut werde – da könne man in Sonsbeck mit zwei Millionen Euro sicherlich auch den Bau einer Einfach-Sporthalle stemmen. Auch Vertreter des SV Sonsbeck waren in der Sitzung zugegen und wollten sich informieren, wie und ob ein Ausbau der derzeitigen Halle möglich sei.

Sonsbecks Klimaschutzmanagerin Miriam Böckmann argumentierte abermals, dass es sich bei der energetischen Sanierung nur um einen einzelnen Baustein des Gesamtprojekts „Klimaschutz in Bewegung“ handele – und die Gemeinde auch nur dafür die 80-prozentige Förderung beantragen könne. „Das ist für Neubauten in dieser prozentualen Größenordnung nicht möglich.“

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