SV Sonsbeck vor dem letzten Heimspiel gegen den VfL Rhede

SV Sonsbeck verschenkt Nikoläuse: Ambitionen nochmals bestätigen

Fußball-Landesliga: Der SV Sonsbeck erwartet zum letzten Heimspiel in 2018 am Sonntag den VfL Rhede.

Die Zeit von Kai Schmidt im Trikot des SV Sonsbeck neigt sich dem Ende entgegen. Den Stürmer zieht’s aus beruflichen Gründen zurück in den Norden Deutschlands. Nachdem „Schmiddi“ zuletzt in der „Zweiten“ zum Einsatz kam, wird der Angreifer am Sonntag im letzten Heimspiel der Rot-Weißen in 2018 gegen den VfL Rhede (ab 14.15 Uhr) dem Landesliga-Kader angehören. Ob er zum Einsatz kommt, ließ Trainer Thomas von Kuczkowski offen.

„Kai hat nie genörgelt. wenn er nicht bei uns gespielt hat. Das rechne ich ihm hoch an“, sagte der Coach, dessen Tage in Sonsbeck ebenfalls gezählt sind, weil es der Vorstand so will. Sein Vertrag, der im Sommer ausläuft, wird nicht verlängert. „Kucze“ geht davon aus, dass er beim Start der zweiten Halbserie Mitte Februar beim SVS an der Seitenlinie stehen wird. Ein vorzeitiger Abschied, womöglich noch in 2018, kommt, Stand jetzt, für ihn nicht infrage. Jedenfalls hat er wie üblich den Vorbereitungsplan fertiggestellt. Trainingsbeginn im kommenden Jahr ist am 10. Januar.

Zu den Diskussionen um seine Person und die seiner Nachfolger möchte er sich nicht mehr groß äußern: „Ich will kein Öl mehr ins Feuer gießen. Es war nicht meine Entscheidung, ich kann mir nichts vorwerfen. Klar redet die Mannschaft auch über die Trainer-Kandidaten, die in der Öffentlichkeit genannt werden. Aber das darf und wird keine Auswirkungen auf die Leistung haben.“ Den zweiten Tabellenplatz, einen Aufstiegsrang in die Oberliga, möchte er mit seinem Team jedenfalls bis zur Winterpause nicht mehr hergeben.

Beim nächsten Gegner, dem VfL Rhede, läuft’s nicht wie erhofft. Über Rang zwölf ist niemand glücklich. „Nach dem Hinspiel habe ich eigentlich gedacht, dass die Mannschaft zu den Top 5 gehören wird“, wundert sich von Kuczkowski übers Abschneiden nach der ersten Halbserie. Daher gab’s bereits beim VfL im Oktober einen Trainerwechsel. Sebastian Hufe machte Platz für Javier Garcia Dinis, der damit zu den Rheder zurückkehrte.

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„Wir werden taktisch diszipliniert und mit viel Kampfkraft agieren“, kündigte der SVS-Coach an, der gezwungen ist, seine Startformation auf zwei Positionen umzubauen. Jan-Paul Hahn fehlt wegen einer Gelbsperre. Jannis Pütz konnte die Woche wegen einer Grippeerkrankung nicht trainieren und wird ausfallen. Hahns Platz in der Viererkette soll Lukas Vengels einnehmen. Auf ihn legte sich von Kuczkowski fest. Wer für Pütz in die Anfangsformation rückt, ließ er offen. Bei einer offensiveren Ausrichtung könnte Joao Moreira auflaufen, für die defensivere Variante wäre Luca Terfloth der erste Kandidat.

Geschenke wird der SVS an den Gegner nicht verteilen, dafür aber an die Zuschauer; vor allem an die kleinen. Mannschaft und Trainergespann möchten sich für die Unterstützung seit Saison-Beginn bedanken. Es gibt Schoko-Nikoläuse. Thomas von Kuczkowski: „Toll, wie die Anhänger uns begleitet haben. Ich persönlich habe mich sehr gefreut über die vielen Schulterklopfer in den vergangenen Tagen, die für mich nicht einfach waren.“

Beim Sonsbecker 2:0-Erfolg in der Hinrunde in Rhede hatte Kai Schmidt das erste Saison-Tor für den SVS erzielt. Er hätte sicherlich nichts dagegen, auch im Rückspiel zu treffen. Es wäre dann sein ganz persönliches Abschiedsgeschenk an die treuen Anhänger der Rot-Weißen.

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