Wesel: CDU und SPD wollen Brandes und Hegmann in Top-Jobs wählen

Personalentscheidungen : CDU und SPD wollen Brandes und Hegmann wählen

In seiner Sitzung am Dienstag, 12. März, wird der Weseler Rat eine neue Beigeordnete wählen, die gleichzeitig auch das neue Dezernat Personal, Digitalisierung und Gebäudeservice leiten wird. CDU und SPD haben sich bereits auf eine Bewerberin festgelegt: auf Annabelle Brandes.

Die 38-jährige Hagenerin, die derzeit noch in der Geschäftsführung der Arbeitsagentur in Dortmund wirkt, ist für SPD-Fraktionschef Ludger Hovest und seinen Kollegen Jürgen Linz (CDU) allererste Wahl. Voraussichtlich Anfang August soll sie ihre Arbeit im Weseler Rathaus beginnen und wenig später auch ihren Lebensmittelpunkt in die Kreisstadt verlegen. Auf eine erste Ausschreibung hatte sich kein geeigneter Kandidat gemeldet. Im zweiten Anlauf setzte sich Annabelle Brandes gegen mehrere Dutzend Mitbewerber durch.

Kurz nach der Ratssitzung tagt am 12. März auch noch der Aufsichtsrat der Weseler Stadtwerke. Auch dort wird eine wichtige Personalentscheidung fallen: die Wahl des neuen Geschäftsführers. Denn Franz Michelbrink wird Ende des Jahres in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger soll, und auch da sind Hovest und Linz sich einig, Rainer Hegmann werden. Der gebürtige Weseler (52), verheiratet, Vater von drei Söhnen, ist derzeit noch Leiter der Region Rhein-Ruhr des Stromanbieters Innogy SE und wird seit Monaten als potenzieller neuer Stadtwerke-Chef gehandelt. Erhält Hegmann die Mehrheit im Aufsichtsrat, und daran gibt es keinen ernsthaften Zweifel, soll er zum 1. Oktober von seinem Büro an der Reeser Landstraße zur Emmericher Straße wechseln, wo er von Michelbrink in seine Aufgabe eingeführt wird. Schwer dürfte ihm das nicht fallen, ist der Diplom-Ingenieur doch seit 2013 in Personalunion Geschäftsführer der Niers-Energie-Netze Kevelaer und seit 2015 auch Geschäftsführer der Energieversorgung Kranenburg sowie der Stadtwerke Goch. Darüber hinaus ist er Aufsichtsratsmitglied verschiedener Stadtwerke.

Rainer Hegman soll neuer Stadtwerke-Chef werden. Foto: Stadt Wesel

Hovest bezeichnet die Ratssitzung am 12. März im Vorfeld übrigens als „denkwürdig“. Denn noch nie habe es zu diesem Zeitpunkt keinen rechtskräftigen Haushalt gegeben. Und dies habe Paul-Georg Fritz (Grüne) angerichtet. Hovest nennt den Ex-Kämmerer aus diesem Grund „Desaster-Fritz“.