Schermbeck fehlen 21 Kindergartenplätze

Aktuelle Zahlen : Schermbeck fehlen 21 Kindergartenplätze

Die Errichtung einer Notgruppe ist erforderlich geworden, weil nicht genug Kita-Plätze da sind. Mit der Caritas bietet sich eine Lösung des Problems im ehemaligen Rathaus der Gemeinde an.

Um für die zunehmende Zahl von Kindern ausreichende Kindergartenplätze zur Verfügung stellen zu können, hat die Gemeinde mit den bestehenden Kindergärten und mit dem Caritasverband Dinslaken-Wesel Kontakt aufgenommen. Eine Lösung bahnt sich in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband an

Seit Ende der 1990er Jahre war die Zahl der Kindergartenkinder von über 500 auf 296 im Jahre 2016 zurückgegangen. In den Jahren 2017 und 2018 stieg die Zahl wieder leicht an. Im Planungszeitraum 2018/2019 stehen für 308 Kinder nur 284 Plätze zur Verfügung. „Die fehlenden Plätze wurden durch Überbelegung der Gruppen in den Kindergärten kompensiert“, teilt Irmgard Schwenk als Leiterin des Fachbereiches III (Bürgerangelegenheiten) mit.

Die Gemeinde Schermbeck ging für das Jahr 2018 von 32 neuen Wohneinheiten aus und für das Jahr 2019 von 34 Wohneinheiten. 2018 wurden aber nur 16 Wohneinheiten errichtet und für das Jahr 2019 geht die Gemeinde inzwischen davon aus, dass sich der Wohnungsbau im Borgskamp auf das Jahr 2020 verschieben wird.

Nach Mitteilung der Weseler Kreisverwaltung können im Planungszeitraum 2019/2020 aktuell 21 Kinder nicht mit einem Platz versorgt werden. „Zwischenzeitlich ist die Einrichtung einer Notgruppe unabdingbar geworden“, stellt Irmgard Schwenk von der Gemeinde fest.

Mit dem Träger des evangelischen Kindergartens in Gahlen sind durch das Kreisjugendamt Wesel Gespräche zur Einrichtung einer Notgruppe mit dem Ergebnis geführt worden, dass hier keine Möglichkeit gesehen wird. Der private Träger des Kindergartens Stenkampshof hat bereits in der Vergangenheit betont, dass auf dem Gelände keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gesehen werden.

Die Katholische Kirchengemeinde St. Ludgerus sieht sich aufgrund einer schwierigen Personalsituation sowie fehlender Platzkapazitäten im Gebäude und auf ihren Grundstücken nicht in der Lage, eine Notgruppe anbieten zu können. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Georg bietet zwar für eine begrenzte Übergangszeit Platz für eine Container-Lösung an, hält die Einrichtung einer Notgruppe im Container an der Kindertagesstätte „Hand in Hand“ an der Erler Straße allerdings nur dann für sinnvoll, wenn eine künftige Erweiterung des Kindergartens um eine Gruppe realistisch wäre. Der Bau und die Unterhaltung einer weiteren neuen Kindertageseinrichtung in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck wurden ausgeschlossen.

Der Caritasverband Dinslaken-Wesel hat sich bereiterklärt, als neuer Träger eines Kindergartens eine Notgruppe in den Räumen des ehemaligen Rathauses im Ortskern der Gemeinde einzurichten, das im Zug des Rathausneubaus vor einem Vierteljahrhundert zu einem soziokulturellen Zentrum umgestaltet wurde.

Inzwischen wurde ein entsprechender Antrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht. Der Caritasverband hat darüber hinaus bereits seine Bereitschaft signalisiert, als Träger des neu zu errichtenden Kindergartens zur Verfügung zu stehen.