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Solingen: Tanja Rittershaus eröffnet in Unterburg gleichnamige Gaststätte

Neues Restaurant : Vom Nürburgring zur Eschbachstraße in Unterburg

Gastronomin Tanja Rittershaus eröffnete in Unterburg ihre gleichnamige Gaststätte.

Das Kochen habe sie von ihrer Oma gelernt, berichtet Tanja Rittershaus. „Bei uns gibt es selbst gemachte bergische Küche ohne Fertigsaucen oder Dosenpilze“, bringt die Gastronomin ihre kulinarische Philosophie auf den Punkt. Und welch besseren Platz dafür könnte man wohl finden als ein verschiefertes Haus mit Sprossenfenstern im Tal der Wupper ? Zumal dort, an der Eschbachstraße 21 in Burg, auch in der Vergangenheit schon Gäste bewirtet wurden – etwa im früheren Café Braun.

Dass die Gastronomie in Unterburg zuletzt keinen leichten Stand hatte, macht Rittershaus aber keine großen Sorgen. Mut habe sie auch auf ihrer früheren Station gebraucht, betont die gebürtige Solingerin, die zuletzt in der Eifel am Nürburgring ein Hotel betrieb. Das habe letztlich den starken saisonalen Schwankungen Tribut zollen müssen.

So kehrte sie zurück in die Heimat, suchte eine Wohnung – und stieß eher zufällig auf das Haus an der Eschbachstraße. Dort wohnt sie inzwischen – und eröffnete am 23. November ihre Gaststätte „Rittershaus“. Neben der gutbürgerlichen Küche à la Carte – von der „Burger Pfanne“ über das Rinderfiletsteak bis zum Speckpfannekuchen – bietet sie wechselnde Tagesgerichte, auf Vorbestellung vegane Speisen sowie einen Sonntagsbrunch und Catering an. Einmal im Monat soll in den Räumen eine Mottoparty steigen. Und natürlich sind auch geschlossene Gesellschaften auf Jubiläums- oder Geburtstagsfeiern im gemütlich-rustikalen Haus mit seinen etwa 120 Plätzen willkommen.

„Wir werden zunächst zu dritt hier arbeiten“, verrät sie. Wie viel Personal man tatsächlich brauche, lasse sich zum Auftakt oft nicht so leicht einschätzen: „Es wird sich zeigen, wie es läuft.“ Noch unter der Woche richtete sie die Gasträume her: Tische aus dunklem Holz mit hellen Kerzenleuchtern unterstreichen den urigen Charakter.

In den Sommermonaten soll „französisches Flair“ in den Biergarten locken: Ein Innenhof hinter dem Haus, begrenzt durch eine berankte Natursteinmauer soll dafür die richtige Kulisse bilden. „Hier werden Laternen hängen und ein kleiner Wasserfall fließen“, kündigt sie bei einem Rundgang an. Zunächst einmal kommt aber die Zeit der Weihnachtsmenüs – so auch im Rittershaus. Von der Dauerbaustelle, die den Stadtteil im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahme durchzieht, sollten sich Gäste keinesfalls abschrecken lassen, wie Rittershaus betont: Schließlich könne man Autos problemlos am nahegelegenen Parkplatz an der Wupper abstellen und von dort direkt auf den Bürgersteig vor der Häuserzeile einbiegen.