Kein gutes Wetter beim 25. Open-Air-Konzert „Rock am Silberberg“ in Pohlhausen

TuRa Pohlhausen : Wolkenverhangenes Jubiläums-Open-Air

Wie schade: Da konnte der TuRa Pohlhausen am Freitagabend das 25. Open-Air-Konzert „Rock am Silberberg“ feiern – und das Wetter zeigte sich mit wolkenverhangenem Himmel, aus dem es ab und zu auch regnete, von seiner eher unschönen Seite.

„Der Vorverkauf war wirklich so schlecht wie noch nie“, sagte TuRa-Geschäftsführer Dirk Ohlmann am Abend, fügte dann aber hinzu: „Jetzt, etwa ein halbe Stunde nach Konzertbeginn, sind wir aber schon ganz zufrieden.“

Tatsächlich tummelten sich etwa 150 Besucher unterm Zelt, als die Coverband „Framework“ um den Bruce-Willis-Doppelgänger Holger Tietz am Gesang und Gitarre mit seiner Co-Sängerin Jasmin Brieda und den Kollegen an Bass, Schlagzeug und Keyboards die Bühne betrat, um mit Pop, Rock und auch dem einen oder anderen kölschen Ton für gute Stimmung zu sorgen. Das gelang dem Quintett aus dem Bergischen mit tollen Songs und guter Laune – und ein wenig Galgenhumor. „Ich dachte gerade, jetzt kommt die Sonne raus. Das war aber dann wohl doch nur der Scheinwerfer...“, sagte Tietz, der ständig zwischen der Akustik- und der E-Gitarre wechselte, währenddessen mit Brieda um die Wette poste und dabei auch noch eine tolle Gesangsleistung nach der anderen hinlegte. Toll auch, als er bei „Unchain My Heart“ nicht nur einen astreinen Joe Cocker gab, sondern sogar noch ein – optisch wie akustisch – cooles Trompetensolo spielte. Seine Mitmusiker standen dem aber absolut nicht nach, sondern spielten absolut souverän und schufen so eine ideale Basis, auf der sich Tietz und Brieda bei Songs wie „Supergirl“ von Raemonn, „Who Knew“ von Pink oder „Losing My Religion“ von REM austoben konnten.

Musikalisch hatten „Framework“ sich große stilistische Offenheit auf die Fahnen geschrieben. Die Devise lautete: Hauptsache, gut gecoverter Spaß! Deswegen gab es Pop genauso wie Rock und Schlager, englischsprachig genauso wie auf Deutsch oder op Kölsch, akustisch wie elektrisch. Und das bis in den späten Abend hinein, der zum Glück zumindest weitestgehend trocken blieb und den immer ausgelassener feiernden Besuchern so den Spaß an Songs wie „Shape Of You“ von Ed Sheeran, „The Heat Is On“ von Glenn Frey, „Ich bin ich“ von Rosenstolz, „Simply The Best“ von Tina Turner oder „In The Air Tonight“ von Phil Collins nicht verdarb.

Da war es nur folgerichtig und konsequent, dass irgendwann das schützende Zelt verlassen, gen Bühne gestürmt und mehr oder weniger ausdrucksstark getanzt und gefeiert wurde. Wie es sich für ein echtes silbernes Jubiläum am Silberberg eben gehörte.

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