Fußball-Kreisliga A : Mit „magischen“ Toren zur Spitzenmannschaft in der A-Liga

Thomas Coenen, Janpeter Zaum und Okan Cavus haben großen Anteil an der tollen Hinrunde des SC Hardt. Ihre Offensivpower ist schwer zu bändigen.

Beim VfB Stuttgart gab’s Ende der 1990er Jahre in der Bundesliga mal das sogenannte „Magische Dreieck“. Ein paar Nummern kleiner gibt es etwas Ähnliches beim A-Liga-Herbstmeister SC Hardt, für den Thomas Coenen, Janpeter Zaum und Okan Cavus zusammen bislang 40 von bisher 53 erzielt haben.

Seit den letzten beiden Spielen der Saison 2013/14 zählt Thomas Coenen mittlerweile zum lebenden Inventar beim SC Hardt. Mit bisher 113 Toren in 138 Spielen für Hardt ist er sozusagen eine Art Lebensversicherung für Hardt. Doch mit seinen 30 Jahren kämpft er zunehmend mehr mit seinen kleinen Wehwehchen als mit Gegenspielern. Trotzdem bringt er immer noch seine Leistung, nicht nur mit seinen Toren, er schafft auch Räume für die Nebenleute.

Diesen Raum weiß vor allem Janpeter Zaum zu nutzen, wie sein Dreierpack gegen Venn voriges Wochenende zeigte. Zwei Spieltage zuvor schnürte er gegen den 1. FC Viersen II gar einen Viererpack. Aber Zaum mit seinen 20 Jahren als legitimen Nachfolger von Coenen zu betrachten, dazu ist es viel zu früh. Außerdem kommt Zaum aus dem Mittelfeld, während Coenen vorne lauert. Hardts Trainer Raimund Schleszies gibt Zaum genügend Zeit, sich stetig zu entwickeln. Dabei konnte sich der schmächtig wirkende „Janne“ in der Jugend des 1.FC Mönchengladbach nie so richtig durchsetzen. Schleszies, der den 97er-Jahrgang des FC über mehrere Jahre trainierte, erkannte Zaums Potenzial. Ihn nach Hardt zu lotsen war nicht schwer, spielten doch Zaums Freunde bereits dort. Auf 60 Spiele im Seniorenbereich für Hardt kommt er und erzielte bisher schon 27 Tore.

Altersmäßig zwischen den beiden liegt mit 26 Jahren Okan Cavus. Schleszies war erschrocken über die körperliche Verfassung von Cavus, als er im Sommer zurückkehrte. Seitdem arbeitet Cavus daran, seine überschüssigen Pfunde loszuwerden. Aber ein paar Kilos mehr oder weniger tun seiner Spielfreude keinen Abbruch. „Manchmal bringt er Sachen, da kriege ich graue Haare, aber sie sind oft genial. Der liebt den Fußball über alles“, urteilt sein Trainer. Mit elf Treffern aus 13 Partien, die Rang neun in der Torjägerliste bedeuten, hat Cavus seine eigene Bestleistung von acht Toren bereits übertroffen. Und die Saison ist gerade mal zur Hälfte absolviert.

Einen aus dem „Magischen Dreieck“ aus dem Spiel zu nehmen, kann gelingen. Einen zweiten wäre schwerer, aber alle drei ist unmöglich. Zudem gibt es auch weitere SC-Spieler, die wissen, wo das Tor steht.