Handball-Oberliga: TV Lobberich und Borussia Mönchengladbach klettern in der Tabelle

Handball-Oberliga : Lobberich und Borussia sind die Verfolger Nummer eins und zwei

Das Oberliga-Duo wartete jeweils mit einer tollen Leistung auf, Lobberich deklassierte Mettmann mit 34:25 und Mönchengladbach überraschte in Wuppertal mit einem 30:28-Erfolg.

Das war ein richtig starker Auftritt des TV Lobberich, der Mettmann-Sport nicht den Hauch einer Chance ließ und am Ende deutlich und verdient 34:25 (18:12). Zwar erzielten die Gäste den ersten Treffer der Begegnung, doch das sollte dann auch die einzige Mettmanner Führung des Tages gewesen sein. Dabei verzichtete Trainer Christopher Liedtke auf die A-Jugendlichen, die im Anschluss das Spitzenspiel in der Jugend-Oberliga zu bestreiten hatten, und auch er selbst wurde nicht aktiv, da ihn eine Erkältung im Laufe der letzten Woche entkräft hatte.

Beim Spiel der Lobbericher war deutlich zu erkennen, dass sie einen Match-Plan hatten: zunächst aggressiv und konzentriert in der Abwehr arbeiten und dann auch versuchen, den Gegner über permanentes Tempospiel zu ermüden. Herauszuheben waren dabei Torhüter Niklas Bastians, der immerhin 16 Paraden verbuchen konnte, und erneut Lennard Greven, der gekonnt die Angriffsgeschicke seines Teams leitete. Der Plan ging auf, das Tempo wurde über die gesamte Spielzeit sehr hoch gehalten, und in den letzten 15 Minuten war ein konditioneller Vorteil kaum noch zu übersehen. Mettmann hatte nach einem kleinen Zwischenhoch zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts mehr entgegenzusetzen. „In unseren Leistungen werden wir immer konstanter“, sagte Trainer Liedtke. „Die Anzahl der technischen Fehler wird geringer und wir leisten uns kaum noch Schwächephasen. So kann es gerne weitergehen.“

Eine ähnlich starke Vorstellung bot Borussia Mönchengladbach, das beim bisherigen Tabellenzweiten LTV Wuppertal vielleicht etwas überraschend, aber letztlich hochverdient mit 30:28 (15:12) gewann. Damit kletterten die Schützlinge von Trainer Tobias Elis hinter den Lobberichern auf den dritten Tabellenplatz.

Dabei mussten die Borussen auch noch auf Vincent Rose verzichten, der wegen Rückenbeschwerden nicht auflaufen konnte – womit ein wichtiger Part des Mittelblocks in der Abwehr ausfiel. Doch die anderen Teamkollegen kämpften bis zum Umfallen und krochen gegen Ende der Partie auf dem Zahnfleisch. Letztlich war es nur noch purer Wille, sich den Wuppertaler Angreifern entgegenzuwerfen und die Situation dann auch noch zu entschärfen. Über 50 Minuten spielten die Gäste auf höchstem Niveau, hatten dann eine kleine Schwächephase und lagen bereits mit zwei Toren im Hintertreffen. Erneut bewiesen sie dann eine unglaubliche Moral und kämpften sich noch einmal in das Spiel zurück. „Heute war alles dabei“, sagte Trainer Tobias Elis. „Wir haben schöne Tore erzielt, hatten eine tolle Physis und einen unglaublichen Willen, was letztlich den Ausschlag gegeben hat.“

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