1. FC Viersen Herbstmeister in der Bezirksliga

Fußball-Bezirksliga : 1. FC Viersen feiert die Herbstmeisterschaft

Weil Kleinenbroich gegen Jüchen Punkte liegenließ, eroberten die Viersener die Tabellenführung.

Die Bezirksliga zieht. Allein 550 Zuschauer gab es bei den drei Spielen am Freitagabend, an denen die Spitzenteams der Liga sicherlich ihren Anteil hatten. Rechnet man die 100 Zuschauer, die dem neuen Spitzenreiter 1. FC Viersen am Sonntag sehen wollten, kommt eine respektable Zahl heraus. Sportlich lief es für das Führungsquartett durchwachsen. Nur der FC Viersen konnte gewinnen, die Verfolger büßten durch ihre Unentschieden Punkte ein.

Teutonia Kleinenbroich - VfL Jüchen-Garzweiler 1:1 (0:0). Gut 200 Zuschauer sahen zum Abschluss der Hinrunde die Spitzenbegegnung zwischen dem inzwischen abgelösten Tabellenführer und dem Dritten, das am Ende keinen Sieger sah. Michael Kersten hatte kurz nach Wiederanpfiff Jüchen, nachdem Pascal Moseler im Strafraum unfair von den Beinen geholt wurde, per Elfmeter in Führung gebracht (48.). Doch der Spitzenreiter hat ja noch Dominik Klouth in seinen Reihen, der dann auch mit seinem 19. Saisontor für den Ausgleich (62.) sorgte. Schon der verhängte Freistoß sei vollkommen unberechtigt gewesen, wie Marcel Winkens erzählte. „Der Schiedsrichter sagte, er habe zwar kein Foul gesehen, aber Jüchens Spieler hätte bei der Aktion seinen Gegenspieler verletzen können“, lautete Winkens Aussage.

1. FC Viersen - Sportfreunde Neuwerk 7:0 (1:0). Mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge fuhr Neuwerk zum Hohen Busch, wo der bisher gut aufgelegte Aufsteiger allerdings eine böse Überraschung erlebte. Viersen überrollte die Sportfreunde vor allem in der zweiten Hälfte und holte sich nach sechs Wochen auf dem zweiten Platz die Tabellenführung in der Bezirksliga wieder zurück. „Die Jungs haben heute 90 Minuten lang Konzentration und Disziplin bewiesen. Das ist die Mentalität, die ich mir von ihnen wünsche“, freute sich FC-Trainer Kemal Kuc. Tayfun Yilmaz (35.), Maximilian Kuznik (47.), Morten Heffungs (65., 71.), Dario Krezic (77.), Joshua Strohfeldt (80.) und Justin Butterweck (81.) stellten den Kantersieg für den Herbstmeister her. Für die Gäste kam es in der Schlussphase knüppeldick, als einer ihrer Akteure kurz vor dem Ende noch die Rote Karte sah (82.).

Rheydter SV - SV Lürrip 3:1 (1:0). Rund 250 Zuschauer sahen die vorletzte Bezirksliga-Partie im RSV-Stadion, darunter erneut zahlreiche Groundhopper, bevor die Bagger in der Winterpause anrollen. Bereits zur Pause hätte der Gastgeber deutlicher als nur durch den Treffer von Visar Haklaj (16.) führen müssen. Als nach dem Seitenwechsel Lürrip deutlich mehr investierte, boten sich dem RSV dann auch die Räume. Ferdi Berberoglu markierte nach genau einer Stunde das 2:0, bevor Dario Cancian ein Traumtor aus rund 35 Metern zum Anschluss gelang (70.). Erneut Berberoglu war es vorbehalten, den Deckel mit dem 3:1 (89.) auf diese Partie draufzusetzen. Lürrip hat sich diese Niederlage selber zuzuschreiben, überließen sie doch das Mittelfeld dem „Spö“, der fast die gesamte Spielzeit über dort ein personelles Übergewicht hatte.

Victoria Mennrath - TuRa Brüggen 2:2 (0:0). Nach einer torlosen ersten Hälfte mit guten Einschussmöglichkeiten beider Teams lag Brüggen durch Daniel Kawohl (50.) und Niklas Schmitz (62.) urplötzlich, aber verdient mit 2:0 in Front. Es dauerte ein paar Minuten, bis Mennrath den Schock eines Rückstandes verdaut hatte und durch Oliver Krüppel (71.) und Nico Krätschmer (78.) doch noch zum Ausgleich kam.

SpVg Odenkirchen - TDFV Viersen 0:0. Beide Teams hätten einen Sieg im so wichtigen Kellerduell unbedingt gebraucht, doch das ereignisarme Spiel am Samstag hatte nur ganz wenige Chancen und letztlich keine Tore zu bieten. „Das Ergebnis war verdient, es war ein gerechtes Unentschieden“, befand Odenkirchens sportlicher Leiter Oliver Pöstges. Dies sah auch Viersens Spielertrainer Bilal Lekesiz so, aus dessen Sicht die Partie aber hätte gar nicht zu Ende gebracht werden dürfen, da zur zweiten Hälfte dichte Nebelfelder über das Spielfeld zogen: „Die zweite Halbzeit hätte man gar nicht mehr anpfeifen dürfen, das war kein Fußball mehr.“

 SG Rommerskirchen-Gilbach - Fortuna Dilkrath 4:5 (1:2). „So etwas habe ich wirklich noch nicht erlebt“, sagte Dilkraths Interimstrainer Stephan Laumen nach dem Schlusspfiff einer vogelwilden Auswärtspartie in Rommerskirchen. Nach Toren von Malcolm Vitenu (1.), Dennis Parzych (45.+2.) und Torben Esser (66., 75.) führte die Fortuna am Sonntag gleich viermal, doch immer konnten die Hausherren ausgleichen – Lennart Friederichs (18.), Francesco Sidero (53.) und Meikel Küpper (72., 76.) trafen für „Roki“. „Wir haben zu psychologisch guten Momenten die Tore gemacht, uns aber mit einfachen Fehlern um die Führungen gebracht“, erklärte Laumen. Mit dem späten Siegtreffer von Kapitän Marvin Holthausen (89.) fand die Partie für Dilkrath aber doch noch ein gutes Ende.

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