Solingen: In Burg gehen die Bauarbeiten auf der Eschbachstraße voran

Bauarbeiten in Unterburg : Vollsperrung wird drei Wochen aufgehoben

Die Eschbachstraße ist vom 20. Dezember bis 12. Januar befahrbar. Die Burgtalstraße wird wegen Baumfällungen gesperrt.

Gäste willkommen – trotz Baustelle. Geschäfte, Restaurants und Seilbahn sind immer erreichbar, heißt es weiter auf einem Schild, das an der Burger Landstraße gut sichtbar platziert worden ist. Denn seit Wochen ist die Ortsdurchfahrt in Unterburg rund um die Uhr gesperrt.

Busse der Linie 683 aus Solingen fahren lediglich bis zur Wupperbrücke und nutzen die alte Drehscheibe zum Wenden. Autofahrer können den Parkplatz auf der Wupperinsel ansteuern oder aber in die Müngstener Straße einbiegen – ansonsten ist die Durchfahrt Unterburg lediglich Baufahrzeugen vorbehalten. Davon waren trotz Dauerregen am Mittwoch einige vor Ort.

Die Fahrbahn und zum Teil der Unterbau der Eschbachstraße werden derzeit komplett erneuert. Fußgänger erhalten dort, wo es geht, mehr Raum. Parallel zu diesen städtischen Straßenbauarbeiten ist der Wupperverband weiter vor Ort, um den Hochwasserschutz des Eschbachs zu verbessern. „Es läuft jetzt der letzte Bauabschnitt des Projektes“, sagt die Sprecherin des Wupperverbandes, Susanne Fischer, mit Blick auf die Arbeiten ab der Brücke Mühlendamm flussaufwärts rund 300 Meter entlang der Eschbachstraße. „Die Vollsperrung der Straße erleichtert uns auch das Arbeiten im Bachbett“, sagt Fischer.

Nach der Umgestaltung wird es ab Frühjahr 2020 auf der Eschbachstraße in Unterburg mehr Platz für Fußgänger geben . Foto: Uwe Vetter

Ufermauern werden auf östlicher Seite neu errichtet, die westlichen Ufermauern bekommen eine neue Verkleidung. „Zudem werden auf dem letzten Teilstück fünf kleinere Brücken als Zugang zu Wohnhäusern neu gebaut“ erklärt Fischer. Insgesamt seien die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz gut auf dem Weg. Am Ende des Projektes, im Frühjahr 2020, wird der Eschbach dann auf einer Gesamtlänge von 540 Metern zum Teil bis zu 1,60 Meter tiefer gelegt sein, acht neue Brücken sind bis dahin entstanden und Ufermauern neu angelegt worden. „Der derzeitige Dauerregen lässt die Pegelstände noch nicht nach oben gehen“, sagt Susanne Fischer. Von daher gebe es momentan auch keine Hochwassergefahr, die die Bauarbeiten beeinträchtigen könnten.

Durch dicke Rohre ab der Brücke Mühlendamm fließt derzeit das Wasser des Eschbachs. Die ersten 80 Meter des letzten Teilstücks sind in Kürze geschafft, im Dezember werden die Rohre in den nächsten Bauabschnitt verlegt.

Auch die Straßenbauarbeiten gehen laut Wulf Riedel „super voran“. Der Abteilungsleiter von den Technischen Betrieben Solingen (TBS) hofft, dass der Straßenbau noch vor den Arbeiten des Wupperverbandes zum Hochwasserschutz fertiggestellt sein wird – „sofern das Wetter im Winter mitspielt“.

Hochwasserschutz: Durch dicke Rohre fließt derzeit das Wasser des Eschbachs ab der Brücke Mühlendamm. Foto: Uwe Vetter

Eine Baupause wird aber vom 20. Dezember bis 12. Januar 2020 in Unterburg eingelegt. Damit verbunden ist die Aufhebung der Vollsperrung – die Ortsdurchfahrt ist in dieser Zeit mit Ampelregelung nachmittags ab 20. Dezember wieder befahrbar, sagt Wulf Riedel. Ab dem 13. Januar 2020 wird der Bereich wieder für die restlichen Bauarbeiten gesperrt.

Ungetrübtes Fahrvergnügen wird bei den Anwohnern und Besuchern von Unterburg und von Schloss Burg deswegen aber wohl nicht aufkommen. Denn in dem Zeitraum, in der die Vollsperrung aufgehoben wird, will der Landesbetrieb Straßen.NRW Baumfällungen an der Burgtalstraße durchführen. Das ist die Straße, die von der Eschbachstraße abgeht und hoch nach Schloss Burg führt. Dort gefährden rund 160 Bäume die Verkehrssicherheit. „Voraussichtlich im Januar wird die Burgtalstraße deswegen einige Tage gesperrt“, sagt Timo Stoppacher von Straßen.NRW.

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