Rheinberg: Rat beschließt, die Tafel finanziell zu unterstützen

Soziales : Rat beschließt, die Tafel finanziell zu unterstützen

20.000 Euro für einen Kühlwagen stehen im Haushalt.

Die Stadt wird die Rheinberger Tafel erstmals finanziell unterstützen. Der Rat beschloss einstimmig, 20.000 Euro für einen neuen Kühlwagen einzustellen, den die Tafel dringend für ihre ehrenamtliche Arbeit benötigt. Das Fahrzeug kostet 35.000 Euro, bei dieser Summe ist bereits ein Rabatt abgerechnet. Rund 50 Ehrenamtliche beschaffen 50 Wochen im Jahr Lebensmittelspenden und verteilen sie einmal pro Woche an bedürftige Menschen. Ausgabestelle ist das Pfarrheim St. Anna.

In der Ratssitzung machte SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Madry für seine Partei deutlich: „Wir möchten, dass der Tafel künftig regelmäßig Geld zur Verfügung gestellt wird.“ Ein Vorschlag, mit dem sich der Rat in den nächsten Haushaltsberatungen befassen wird. Unabhängig von den einmalig gewährten 20.000 Euro könnten künftig pro Jahr auch 5000 Euro an den Förderverein überwiesen werden.

Für die Grünen hielt Karin Wolk ein flammendes Plädoyer für die Unterstützung der Tafel. Sie sei mit zwei Kolleginnen am St.-Anna-Pfarrheim gewesen und habe mit Koordinatorin Tanja Braun gesprochen. „Sie sagte uns, dass die Armut in Rheinberg zunimmt“, so Wolk. „Mittlerweile gibt es rund 1000 Bedürftige, die unterstützt werden. Etwa 150 davon sind Senioren, knapp 80 behinderte Menschen. Wir sollten ein soziales Zeichen setzen – auch im Sinne der 50 ehrenamtlichen Helfer, die das ganze Jahr über wertvolle Dienste leisten.“

Ulrich Hecker (fraktionslos) stimmte Karin Wolk zu. „Auf Landes- und Bundesebene bekommen wir das Problem der Armut nicht in den Griff. Da sollten wir hier vor Ort ein Zeichen setzen.“, mahnte er.

Herbert Becker (FDP) regte an, dass der Wirtschaftsförderer der Stadt, Thomas Bajorat, bei den Discounter- und Supermärkten in Rheinberg um Spenden für die Tafel bitten sollte, um deren Arbeit zu unterstützen.

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