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Rheinberg: Grüne fordern Auflagen für Logistikunternehmen

Ansiedlung eines Logistikunternehmens : Grüne fordern Auflagen für Logistik

Rheinbergs Bündnisgrüne stellen einen Antrag an den Bau- und Planungsausschuss, der am Donnerstag tagt: Der Bau des Ersatzteillagers für die Daimler AG soll nur genehmigt werden, wenn es ein vernünftiges Verkehrskonzept gibt.

Die Grünen stellen nun auch einen Antrag an den am Donnerstag (17 Uhr, Stadthalle) tagenden Bau- und Planungsausschuss. Dort wird das geplante Logistikzentrum vorgestellt, das als Ersatzteillager für Nutzfahrzeuge der Daimler AG an der Alten Landstraße gebaut werden soll. Ein Bauantrag dazu liegt vor.

Die Grünen hatten ihre Bedenken zu dem zu erwartenden Anstieg des Lkw-Verkehrs bereits in einem Antrag an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität geäußert. Bereits jetzt sei die Belastung durch Verkehr und Lärm durch die großen Logistikzentren Amazon und Aldi und demnächst auch die Altholzverwertungsanlage bei Solvay sehr hoch, schreiben die Grünen. Da Rheinberg nur noch über wenige freie Gewerbeflächen und erschließbare Flächenreserven verfüge, solle es keine weitere einseitige Belastung durch Logistikunternehmen geben.

Die Grünen wollen mit ihrem Antrag erreichen, dass die Verwaltung die planerischen und rechtlichen Voraussetzungen für die weitere Ansiedlung eines Logistikunternehmens überprüfen lässt. Sollte es keine Möglichkeit geben, die Ansiedlung zu unterbinden, sollten klimapolitische Auflagen in die Baugenehmigung aufgenommen werden.

Dazu gehören für die Grünen die Punkte Verkehrsführung und ökologisches Bauen (begrüntes Hallendach, Solaranlage), die Berücksichtigung des Arbeitnehmerschutzes (Sozial- und Sanitärräume für Lkw-Fahrer) und genügend Parkflächen. Zudem sollte ein Durchfahrtverbot für Lkw über 3,5 Tonnen für die stark befahrene Bahnhofstraße zwischen der Straße Zur Rheinberger Heide und dem Kreisverkehr Römerstraße/Alte Landstraße gelten.