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Leverkusener Dialog mit Transportbranche zu Lkw-Raststätte 

Leverkusen/Köln : Dialog mit Transportbranche zu Lkw-Raststätte

Die Diskussion um fehlende Lkw-Stellplätze nimmt weiter Fahrt auf. Sie war Thema einer Gesprächsrunde im Gewerbegebiet in Köln-Niehl.

Teilnehmer waren Vertreter des Vereins Transportunion, Ratsmitglieder der Stadt Köln, Bernd Petelkau (Landtagsmitglied und Fraktionsvorsitzender der CDU Köln), Rüdiger Scholz, CDU-Landtagsmitglied für Leverkusen und die Bürgerinitiative Lev-kontra-Raststätte. Anlass des Treffens war ein Bericht der WDR-Lokalzeit Köln mit dem Thema: „Hunderte Berufskraftfahrer campieren im Kölner Norden“.

Die Initiative Lev-contra-Raststätte wies darauf hin, dass für fehlende Stellplätze in Kölner Gewerbegebieten keine Rastanlage in Leverkusener Wohngebieten herhalten könne. Kölner Kommunalpolitiker drängten auf eine Lösung mit hygienischen Stellplätzen für bisher wild campierende Lkw-Fahrer. Bernd Petelkau begründete die Absage eines Stellplatzes im Bereich Niehl mit anderweitigen Planungen und bestehenden Ausgleichsflächen in diesem Gewerbegebiet.

„Einig waren sich aber alle Beteiligten, dass es gute Alternativen gibt, mit denen der Fehlbedarf an Lkw-Stellplätzen abgebaut werden kann“, berichtet Peter Westmeier von der Leverkusener Initiative.  „Die Kontrolle und Durchsetzung der gesetzlich geregelten Kabotage muss endlich ernst genommen werden.“ Unternehmen aus Billiglohnländern ignorierten diese Regeln und belegten illegal viele Lkw-Stellplätze auf Rastanlagen. Telematisch gesteuertes Kolonnenparken bringe 30 bis 50 Prozent mehr Lkw-Stellplätze auf schon vorhandenen Rastplätzen, „ohne weiteren Flächenverbrauch und erfolgreich erprobt in Bayern.“ Beide Maßnahmen reichten aus, um den Fehlbedarf an Lkw-Stellplätzen zu decken, ist Westmeier überzeugt. Sehr positiv bewertet er vor allem auch den „sachlichen und konstruktiven Austausch“ mit Transport- und Logistikunternehmen unter der Federführung von Daniel Giel, dem Vorsitzemden der Transportunion.

(bu)