Alpen: Kampf gegen Kiesabbau auf der Bönninhardt wird fortgesetzt

Alpen : Kies: Ortsvorsteher bleibt am Ball

Herbert Oymann hat der CDU-Landtagsabgeordneten Charlotte Quik und CDU-Landesgeneral Josef Hofjürgen geschrieben. Der Bönninghardter will raus aus dem RVR.

Parallel zum Signal der politischen Einigkeit, das die Vorsitzenden der vier im Rat vertretenden Fraktionen am Dienstag auf der Bönninghardt ausgesandt haben, hat Herbert Oymann als Ortsvorsteher auf der Hei erneut zwei Briefe geschrieben, um vor dem Hintergrund der Kiesabgrabungspläne auf die Sorgen der Bevölkerung aufmerksam zu machen. Zum einen bedankt er sich bei der CDU-Landtagsabgeordneten Charlotte Quik für ihren Besuch vor Ort. Außerdem erinnert er den CDU-Landesgeneral Josef Hofjürgen an sein Versprechen, zum Werkstattgespräch Kiesabbau nach Düsseldorf einzuladen.

Wenn auch zur Sicherung der Rohstoffversorgung „eine großflächige Planung erforderlich scheint“, schreibt Oymann an die Landtagsabgeordnete, widerspreche eine Abgrabung auf der Bönninghardt der gebotenen Vernunft. Der bei einer Trockenabgrabung zu erwartende 40 Meter tiefe Krater könne später kaum renaturiert werden. „Das bleibt ein Schandfleck für die Ewigkeit“, schreibt der Ortsvorsteher an Quik. Die Mail liegt der Redaktion vor. Oymann plädiert für eine Abkehr vom Regionalverband Ruhr (RVR). „Wenn sich die Entscheidungsträger dort eine feuchten Kehricht um dörfliche Notwendigkeiten scheren, dann sollte der RVR nicht mehr für uns zuständig sein“, findet Oymann.

Im Brief an Generalsekretär Hofjürgen bittet Oymann eindringlich um Unterstützung – auch im Sinne der CDU. Er habe einen Investor aus dem Bereich Lebensmittel-Nahversorgung „an der Angel, der nur zubeißt, wenn auf der Bönninghardt kein Krater entsteht“. Zudem schreibt der Niederrheiner auch hier, dass er sich beim RVR nicht gut aufgehoben fühle: „Der Kreis Wesel sollte die Zugehörigkeit zum RVR schnellstens beenden.“

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