Alpen: Fünf Pläne für den Willy-Brandt-Platz

Investoren-Wettbewerb in Alpen : Fünf Pläne für den Willy-Brandt-Platz

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist im Investorenwettlauf um die beste Idee steht fest: Die Jury hat die erhoffte Wahl.

Der Investorenwettlauf um die beste Idee für die künftige Gestaltung auf dem städtebaulichen Filetstück Willy-Brandt-Platz ist am Donnerstag durchs Ziel gelaufen, zumindest was die Zahl der Teilnehmer angeht. Die Bewerbungsfrist ist zu Ende. Fünf Investoren haben ihren Hut in den Ring geworfen. Das hat Bürgermeister Thomas Ahls auf Nachfrage der Redaktion mitgeteilt. Nach dem Fehlstart im ersten Anlauf, als bei der Stadt nur ein Angebot eingegangen war, das nicht einmal alle Anforderungen erfüllte, hat die Jury jetzt, wie erhofft, eine Wahl. „Nach der ersten Durchsicht der Bewerbungen sieht’s danach aus, dass da was Vorzeigbares dabei sein wird“, sagte der Bürgermeister.

Ahls räumt offen ein, dass er nach den Anlaufschwierigkeiten nun „tatsächlich erleichtert“ sei. „Auch wenn wir durch die Nachfragen und das signalisierte Interesse schon seit dem Jahreswechsel sehr zuversichtlich waren“, so der Bürgermeister weiter. Doch noch bleibt eine Menge zu tun. heute am Freitag wird Volker Schlicht, Chef-Planer im Rathaus, mit der Kommunalagentur, die die Gemeinde beim offiziellen Verfahren, das nach festen Regeln abläuft, fachlich begleitet, die Bewerbungen checken. Dabei wird geprüft, ob alle Regeln von allen auch tatsächlich eingehalten worden sind. Unter den Einsendungen soll auch der Vorschlag aus Runde eins sein.

In der Karnevalswoche tritt am Tag vor Altweiber die Jury – Verwaltung Fraktionsvertreter, örtliche Experten – zusammen, um die Vorschläge zu erörtern. Am Ende trifft sie eine Entscheidung. Aber nur darüber, welche Pläne denen der Gemeinde am nächsten kommen und der Bevölkerung präsentiert werden. Die Bürger haben am Donnerstag nach Aschermittwoch das Wort. Am 27. Februar um 17 Uhr stellen die ausgesuchten Investoren im Pädagogischen Zentrum der Sekundarschule selbst ihr Projekt vor.

Die Bürger erhalten dann auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben und Kritik zu äußern. Außerdem wird ein „Kummerkasten“ aufgestellt, in den auf Zetteln notierte Anmerkungen wandern. Die werden im Nachgang von der Jury diskutiert und sollen in die weitere Planung mit einfließen. Anschließend legt die Jury die Bewerber fest, denen sie in einem so genannten „Last Call“ (letzter Ruf) eventuell noch Nachforderungen stellt. Die ausgesuchten Bewerber werden dann dazu aufgerufen, verbindliche, mit einem Preis unterfütterte Angebote einzureichen.

Ahls geht davon aus, dass noch vor der Sommerpause die grundsätzliche Frage geklärt sein wird, mit wem die Gemeinde die Pläne umsetzen möchte. Dann müssen die Details des städtebaulichen Vertrages verhandelt werden. Wenn die Tinte trocken ist, muss Baurecht geschaffen werden.