Xanten/Rheinberg: Jury kürt klimafreundlichste Vorgärten

Wettbewerb : Jury kürt klimafreundlichste Vorgärten

Das Leader-Projekt soll für das Thema einer ökologischen Umgestaltung sensibilisieren.

Unter dem Motto „Bunt statt Grau“ möchte die LAG Niederrhein die Vorgärten in der Region aufblühen lassen – und das möglichst klimafreundlich.

Das Leader-Projekt, das von den Gemeinden Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten kofinanziert wird, richte sich an alle Bürger in den Kommunen, sagt Beate Pauls, Regionalmanagerin von Leader-Niederrhein. Zu diesem Zweck werden auch alle Haushalte informiert. „Unser Ziel ist es, für das Thema ‚klimafreundliche Vorgärten’ zu sensibilisieren und aufzuzeigen, was auch unter ökologischen Gesichtspunkten machbar ist“, sagt sie bei der Projektvorstellung im Xantener Rathaus.

Deshalb werde in einem ersten Schritt das erarbeitete Informationsmaterial verbreitet. Neben einer 20-seitigen Broschüre gibt es auch Flyer, Postkarten und kleine Tütchen mit Samenmischungen, die in den Rathäusern abgeholt werden können. „Wir haben auch eine Karte im Foyer hängen, auf der die Bürger einzeichnen sollen, wo sie mit der Samenmischung ihren Garten gesät haben“, sagt Alpens Bürgermeister Thomas Ahls. Auch bei weiteren Veranstaltungen und Aktionen sei das Material kostenfrei erhältlich.

Im zweiten Schritt stehen insgesamt fünf Wettbewerbe an, die dem Projekt als Werbeplattform dienen sollen. Zunächst findet in jeder der vier Kommunen ein lokaler Wettbewerb statt, in denen jeweils der klima- und insektenfreundlichste Vorgarten gekürt wird. Die Einsendungen werden dann von einer fachkundigen Jury, unter anderem bestehend aus Mitarbeitern der Planungsämter, des Nabu und Landschaftsarchitekten, in Augenschein genommen. Bewertet werden neben der ästhetischen Gestaltung auch Pflegeaufwand, Vielfalt und Versiegelungsgrad. Die Gewinner erhalten jeweils einen Gutschein über 150 Euro für ein Blumengeschäft, Teilnahmeschluss ist am 15. Juli.

Vom ersten September bis zum 31. Oktober läuft ein weiteres Preisausschreiben. Gesucht wird auf regionaler Ebene, also in allen vier Gemeinden, der Vorgarten mit dem größten Umgestaltungspotenzial hin zu einem ökologisch wertvollen Vorgarten. Preis ist ein Gutschein über 500 Euro für die Umgestaltung.

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