40 Jahre Wochenmarkt in Alpen

Alpen : Seit 40 Jahren Frische und Qualität

Der Alpener Wochenmarkt ist bei Kunden wie Beschickern sehr beliebt. Man kennt sich und tauscht sich aus. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

(sabi) Das passende Geschenk zum 40. hatte Marktbeschickerin Sigrid Backus für ihre Kollegen mitgebracht. „Das Brot habe ich in unserer Bäckerei backen lassen“, erzählt sie. Vier Jahrzehnte Wochenmarkt in Alpen, das ist schon eine Hausnummer. Das war an den Ständen hinterm Rathaus immer wieder zu hören. Für Bürgermeister Thomas Ahls eine gute Gelegenheit, sich einmal persönlich zu bedanken.

Im Rund stehen die verschiedenen Verkaufswagen, die frische Ware anbieten: Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Geflügel, Obst- und Gemüse, Brot- und Backwaren, Honigprodukte wie auch Blumen sowie Bekleidung. „Wir haben rund ein Dutzend feste Beschicker. Ihre Zahl erhöht sich, wenn saisonale Ware im Angebot ist“, sagt Marktmeister Michael Hartjes. Der Alpener Markt ist ein Ort der Kommunikation, wo Kunde und Anbieter sich kennen. „Der Markt hier hat einen guten Ruf. Markt bedeutet immer auch Frische“, sagt dazu Metzgermeister Axel Tepaß von der gleichnamigen Landfleischerei aus Borth. „Ich weiß von Kunden, die aus Geldern, Sonsbeck und Wesel kommen, um hier einzukaufen. Die Resonanz ist durchweg positiv“, sagt der 45-Jährige. Entsprechend gut sei der Zulauf auf dem Rathausplatz – immer freitags von 14 bis 18 Uhr.

Wichtig sei den Kunden der direkte Kontakt zum Erzeuger und die kurzen Wege. Angebot, Frische, Qualität und Preise stimmen. Sigrid Backus ist seit 48 Jahren mit Brot- und Backwaren unterwegs, davon 40 in Alpen. „Ich bin schon als Kind mit meiner Mutter mitgefahren“, erzählt sie. Früher sei das Marktgeschehen mit den vielen Ständen wesentlich bunter gewesen. „Als Beschicker stehen wir heute in ganz anderer Verantwortung. Der Kunde ist bei uns noch König“, so Backus, die sich in Alpen allerdings eine andere Aufstellung der Stände wünscht.

Für Blumenhändler André Koppers aus Bönninghardt stimmt die Gemengelage. Auch er kennt seine Kunden persönlich und weiß um ihre Einkaufsgewohnheiten, hat Schnittblumen, Gestecke, Kränze, Tannengrün und Topfware im Sortiment. Koppers: „Bei minus fünf Grad wird es nicht nur für Blumen kritisch.“ Eine seiner Kundinnen ist Tilde Coopmann. „Ich wünsche mir, dass der Wochenmarkt bleibt und wir in Alpen weiter so einkaufen können. Schön wäre, wenn sich der Markt um den oder anderen Stand vergrößern würde. Ein Wochenmarkt stammt doch noch aus der guten alten Zeit“, sagt sie. Dass durch die Verlegung des Marktes hinters Rathaus im Ortskern Geschäfte in Mitleidenschaft gezogen worden seien, wie manche sagen, kann sich auf dem Markt keiner so recht vorstellen. „Der Wochenmarkt dauert ja nur vier Stunden.“

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