Handball : TVK vergibt ersten Matchball

Die Handballer des TV Korschenbroich haben gestern Abend das Lokalduell mit der HSG Düsseldorf in der heimischen Waldsporthalle mit 27:31 verloren. Damit verpassten es die Gastgeber, sich vorzeitig für die in der nächsten Saison eingleisige Zweite Bundesliga zu qualifizieren.

Frust, Wut und auch ein bisschen Ärger über die eigene Leistung: Die Zweitliga-Handballer des TV Korschenbroich verpassten gestzern Abend in der mit 800 Zuschauern ausverkauften Waldsporthalle gegen den Lokalrivalen HSG Düsseldorf die Chance, sich vorzeitig für die eingleisige Zweite Bundesliga zu qualifizieren. Mit 31:27 (Halbzeit 14:12) behielten die hochbezahlten Gäste aus der Landeshauptstadt die Oberhand und gewannen damit im dritten Anlauf zum ersten Mal in Korschenbroich. Im ersten Durchgang bestimmten allerdings die Hausherren das Spielgeschehen. Die Paraden eines gut aufgelegten Oliver Mayer im TVK-Tor sorgten dafür, dass der TVK mit 9:5 davonziehen konnte. Auch das bisweilen fahrig pfeifende Schiedsrichtergespann Christoph Immel/Ronald Klein (aus Erkelenz und der HSG-Heimat Ratingen) konnte den Korschenbroicher Lauf in dieser Phase nicht stoppen. Doch die favorisierten Gäste aus der Landeshauptstadt wollten sich nicht wie bei der Pokalniederlage zum Saisonauftakt kampflos in ihr Schicksal ergeben. Vor allem Vladas Novickis im Rückraum und der treffsichere Michael Hegemann sorgten dafür, dass die Gäste zur Pause immerhin wieder bis auf 12:14 verkürzen konnten.

Nach der Pause verloren die Hausherren dann den spielerischen Faden. Düsseldorf wirkte nun aufmerksamer und nutzte die Chancen konsequent. Auch die Roten Karten gegen Maximilian Weiß (dritte Zeitstrafe) und Patrick Fölser (grobes Foulspiel gegen Mathias Fuchs) brachten die Gäste nicht mehr aus dem Konzept. Zwar blieb der TVK bis zum Ende dran, doch Florian Korte, Jörn Ilper und der bis dahin gut aufgelegte Simon Breuer scheiterten in den engen Schlussminuten am glänzend parierenden HSG-Kepper Matthias Puhle. Dem war es auch vorbehalten, kurz vor dem Schlusspfiff direkt aus dem eigenen Wurfkreis zu treffen. Der TVK hatte in dieser Phase den eigenen Torhüter herausgenommen, um einen weiteren Feldspieler aufs Feld zu schicken.

"Lob an meine Mannschaft. Wir haben am Ende auch etwas Glück gehabt, aber wir wussten, was uns in Korschenbroich erwartet", lobte HSG-Trainer Ronny Rogawska seine Mannschaft. "Wir hatten kurz vor Schluss die Chance, den Ausgleich zu erzielen, aber das haben wir nicht geschafft. Da müssen wir uns an die eigene Nase packen. Die Einstellung meiner Mannschaft hat im Vergleich zu den letzten beiden Wochen allerdings gestimmt", sagte TVK-Trainer Khalid Khan.

Der TVK hat nun am kommenden Mittwoch die Chance, im Spiel bei der ThSV Eisenach die noch fehlenden beiden Punkte für die Qualifikation zu 2. Liga einzufahren.

(NGZ)