Fußball : "Ich bin eine Kämpfernatur"

Peter Hanschmann gibt am Sonntag sein Debüt beim 1. FC-Süd. Im Interview spricht er über den schweren Kampf um den Klassenerhalt.

Herr Hanschmann, Glückwunsch! Sie sind jetzt seit drei Wochen im Amt und sind noch ungeschlagen.

Peter Hanschmann (lacht) Der war gut.

So viel Spaß muss sein. Aber mal im Ernst: Glauben Sie angesichts des ultraschweren Restprogramms mit Spielen gegen den TuS Grevenbroich (Tabellenfünfter), Rheydter SV (11.), TSV Eller (3.) und SV Hilden-Nord (1.) wirklich noch daran, den Vier-Punkte-Rückstand auf Langenfeld wettmachen zu können?

Hanschmann Ich persönlich bin eine Kämpfernatur, das habe ich in meinen mittlerweile 18 Jahren als Trainer im Seniorenbereich schon oft genug bewiesen. Und auch die Mannschaft hat sich noch nicht aufgegeben.

Apropos Mannschaft, wie haben die Spieler die Trennung von ihrem beliebten Vorgänger Thorsten Müllers aufgenommen?

Hanschmann Klar, die Spieler waren darauf eingestellt, mit Thorsten die Saison zu Ende zu bringen. Darum habe ich zuletzt viele Gespräche geführt. Die Trainingsbeteiligung in den beiden vergangenen Wochen war jedenfalls sehr gut, es waren immer zwischen zehn und 14 Mann da. Und viel mehr haben wir ja auch nicht.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Müllers?

Hanschmann Gut, wir haben in Kapellen sogar mal zusammengespielt. Wir haben auch schon ein paar Mal miteinander telefoniert. Thorsten hat hier unter sehr schwierigen Voraussetzungen gearbeitet.

Die haben sich nicht geändert. Warum haben Sie den Job trotzdem übernommen?

Hanschmann Ich kenne den Verein, spiele hier seit 15 Jahren Tennis. Außerdem übernehme in der nächsten Saison die A-Junioren. Hier soll langfristig etwas Neues aufgebaut werden.

Gibt es eine Nichtabstiegsprämie?

Hanschmann Nein, ich habe mit dem Verein noch keine finanziellen Vereinbarungen getroffen.

Dirk Sitterle führte das Gespräch.

(NGZ)