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Im ersten Spiel des Play-off-Viertelfinales verliert der NEV in Hamm

Eishockey : NEV enttäuscht trotz 0:10-Pleite in Hamm nicht

Trainer Boris Ackermann ist mit dem Auftritt der „reinen Amateurmannschaft“ beim Hauptrunden-Meister zufrieden.

0:8 und 0:10 in der Hauptrunde, jetzt 0:10 (0:3, 0:4, 0:3) im ersten Spiel des Play-off-Viertelfinales – für den Eishockey-Regionalligisten Neusser EV ist die von Lippe-Hockey Hamm als Spielstätte genutzte Helinet Eissportarena ein Gruselkabinett. Und trotzdem war Trainer Boris Ackermann mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden: „Für die Leistung verdient das Team als reine Amateurmannschaft ein Kompliment. Alle haben giftig und mit Herz gespielt – und das bis zum Schluss.“

Den Unterschied machte wie erwartet ein Trio aus: Ex-DEL-Profi Kevin Orendorz, der in Hamm eine berufliche Ausbildung begonnen hat, und der Tscheche Michal Spacek, waren als Torschützen oder Vorbereiter an sieben Treffern beteiligt, Kevin Thau an sechs. Für zusätzliche Tiefe sorgen Könner wie der Russe Nikolai Tsvetkov und Thomas Lichnovsky, so dass sich Trainer Ralf Hoja den Luxus erlauben konnte, den starken Tschechen Lukas Novacek zu schonen. Nicht glücklich zeigten sich die Gäste zudem mit den Schiedsrichtern, denn die ersten vier Treffer durch Orendorz (3., 13., 19.) und Spacek (22.) kassierte der NEV nach Zeitstrafen in Unterzahl. Tim Pietzko erhöhte auf 5:0 (29.). Und als Lichnovsky in Unterzahl mit seinem Treffer zum 6:0 (31.) das halbe Dutzend voll machte, durfte Ken Passmann im Neusser Kasten Feierabend machen. Für ihn übernahm Patrick Fücker, der seinen Vertrag beim NEV ebenso bereits verlängert hat, wie Stürmer Maximilian Stein. Er musste die Tore von Orendorz (34./41.), Lichnovsky (43.) und Thau (52.) hinnehmen.

Eine Niederlage, die im Lager des NEV freilich niemand aus der Fassung brachte. So bilanzierte der bei den Neussern für die Pressearbeit zuständige Jörg Passmann gelassen: „Das Spiel hat ungefähr das dargestellt, was wir auch schon in der Vorrunde in Hamm erlebt haben. Das ist schon eine sehr gute Mannschaft – vor allem zu Hause.“ Der Aufstieg bleibt rund um die Helinet Eissportarena indes ein Tabuthema. Für Manager Jan Koch ist die Regionalliga „derzeit die optimale Liga für uns. Wenn sich in der Oberliga etwas tun würde, vielleicht mit einer zweigeteilten Oberliga Nord, dann müssten wir uns neu positionieren.“