Holzheimer SG arbeitet sich gegen Fischeln zum ersten Saisonsieg

Fußball : Holzheim arbeitet sich zum ersten Sieg

Mit (viel) Glück und Geschick schlägt die HSG im Kellerduell der Fußball-Landesliga den VfR Fischeln mit 1:0.

Vor dem Spiel hatte der für die Holzheimer SG als Trainer tätige Guido van Schewick noch gewitzelt: „In der vergangenen Saison haben wir unser Heimspiel gegen Fischeln mit 6:1 gewonnen. Jetzt wäre ich auch mit einem dreckigen 1:0 zufrieden.“ Nun. Sein Wunsch wurde erfüllt. Per Elfmeter bescherte Maurice Girke den Hausherren im Kellerduell den ersten Sieg in dieser Saison „Obwohl  wir nicht gut gespielt haben“, räumte der 43-Jährige ein. Doch das war ihm nach dem Schlusspfiff „so was von egal. Was heute zählt, sind die drei Punkte“.

 Großen Aufwand ohne den verdienten Lohn hatte er mit seinen Schützlingen in dieser Saison schließlich schon oft genug betrieben. Diesmal schlüpften die weiter sieglosen Gäste in die Rolle der tragischen Helden. Sie beherrschten die erste Hälfte klar, zeigten sich vor dem Tor indes nicht entschlossen genug. Und scheiterten immer wieder am starken HSG-Keeper Tobias Schriddels: Er war sowohl gegen Mario Knops (15.) als auch gegen Robin Fuhrmann (17.) zur Stelle und lenkte den Ball nach einem weiteren Versuch Fuhrmanns mit dem Fuß an den Außenpfosten (20.). Die Gastgeber benötigten dagegen nur zwei Anläufe, um der Partie die letztlich entscheidende Wende zu geben: Der Japaner Shunya Ando, dessen Debüt Lust auf weitere Einsätze machte, fand früh in VfR-Torhüter Simon Gerdts seinen Meister (10.)  – und dann klingelte es schon im Kasten der stürmischen Krefelder: Nach einer kurz ausgeführten Ecke klatschte der von Ando in den Strafraum beförderte Ball an den ausgestreckten Arm von Almir Arapovic (34.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Maurice Girke eiskalt. Fertig waren die ungemein grelligen Gäste mit dem ersten Durchgang allerdings noch nicht. Als der von Knops hart angegangene Schriddels das Leder nach einer Flanke nicht aus der Gefahrenzone zu befördern wusste, staubte Fuhrmann zum Ausgleich ab. Dachten alle! Doch mit einiger Verspätung und erst auf Intervention der Holzheimer konsultierte der eigentlich gute Schiedsrichter Cedric Pelka seinen  zuständigen Assistenten. Und der erinnerte sich, dass Fuhrmann vor seinem Treffer aus dem Toraus ins Spielfeld zurückgelaufen war – also im Abseits stand. Daraufhin nahm Pelka den Treffer zurück  – sehr zum Verdruss der aufgebrachten Krefelder. Ihr Frust wuchs, als Schriddels in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts im Verbund mit dem Pfosten einen Kopfball Arapovics noch von der Linie boxte.

Trotz der Führung war van Schewick klar, dass sich seine Jungs in der zweiten Hälfte steigern mussten. „Es sind deutliche Worte in der Kabine gefallen“, verriet er schmunzelnd. Und das taten sie. Zwar drückte Fischeln weiter mit Macht auf den verdienten Ausgleich, machte dabei aber immer weniger den Eindruck, als glaubte das Team wirklich noch an seine Chance. Die HSG wusste sich zunehmend zu befreien und hätte bei einem Bilderbuchkonter über Girke, Marvin Meirich und Alexander Nuss einfach treffen müssen (65.). Aber es reichte ja auch so.

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