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Heimniederlage für die Holzheimer SG gegen Vohwinkel

Fußball-Landesliga : Frühe Führung reicht Holzheim nicht

Im ersten Saisonspiel unterlagen die Landesliga-Fußballer der HSG dem FSV Vohwinkel auf eigenem Platz mit 1:3. Zwar schossen sie nach zwei Minuten schon das 1:0, doch insgesamt machten sie zu viele Fehler.

Das hatten sich die Verantwortlichen der Holzheimer ganz sicher anders vorgestellt. Im ersten Punktspiel nach der ewig langen Corona-Pause wäre etwas Zählbares herzlich willkommen gewesen, um in der Tabelle der Fußball-Landesliga nicht gleich an Boden zu verlieren – zumal es auf eigenem Platz gegen den FSV Vohwinkel ging. Doch trotz eines Traumstarts mit der Führung durch Yannick Joosten nach nur 1:39 Minuten standen die Holzheimer am Ende wegen einer 1:3 (1:2)-Niederlage mit leeren Händen da.

„Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, weil wir sehr flexibel waren und uns als Mannschaft präsentiert haben. Da waren Ballstafetten dabei, die sich sehen lassen konnten“, meinte HSG-Coach Hamid Derakhshan, der gleichwohl eingestand, dass der Sieg der von ihm im Vorfeld der Saison hoch eingeschätzten Gäste in Ordnung ging. „Wir wussten, dass Vohwinkel individuell sehr stark besetzt ist, was sich bestätigt hat.“ Dabei hatte die Partie so gut begonnen für die Gastgeber. Die knapp 100 Zuschauer hatten kaum ihre Positionen rund ums Spielfeld eingenommen, da lag der Ball schon im Netz der Mannschaft aus dem drittgrößten Wuppertaler Stadtteil. Nach einer aggressiven Balleroberung schaltete die HSG blitzschnell um und schickte Yannick Joosten mit einem langen Ball über die rechte Seite. Der Angreifer zog nach innen und spielte einen so eher nicht geplanten Doppelpass mit Timo Arvanitidis. Doch das war ihm herzlich egal, als der Ball im Strafraum in seinen Lauf prallte, schob er schon in der zweiten Minuten zum 1:0 für Holzheim ein.

  • Luca Plum (links) erzielte den zweiten
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  • Tönisbergs Niklas Jahny (Mitte) steht gegen
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  • Nils Kaufmann bejubelt sein 1:0 für
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Diesen Rückenwind nutzten die Gastgeber, um sich eine optische Überlegenheit zu erarbeiten, ohne allerdings drückend überlegen zu sein. Die von Trainerfuchs Günter Abel trainierten Wuppertaler blieben stets präsent und lauerten auf Fehler, um diese mit ihren exzellenten Einzelkönnern eiskalt auszunutzen. Und den Gefallen taten ihnen die Holzheimer trotz ihres engagierten Auftretens und der ordentlichen Spielanlage zur Genüge. Zunächst war es ein Foul an der rechten Strafraumgrenze, das nicht komplett vermieden werden kann. FSV-Regisseur Toni Zupo lief an und zirkelte den Ball mit seinem linken Fuß über die Mauer hinweg unhaltbar für den aus Kapellen gekommenen Torhüter-Neuzugang Nico Bayer in den Winkel.

Schon eher zu vermeiden war allerdings das Missgeschick vor dem 1:2-Rückstand kurz vor der Pause (39.), als die Holzheimer Abwehr vermeintlich schon wieder alles im Griff hatte, Leon Borkowski den Ball aber am Strafraum vertändelte und damit Filippas Filippou einen unhaltbaren Flachschuss aus 18 Metern ermöglichte. Dass die HSG-Abwehr insgesamt nicht so sattelfest wirkte, führte Hamid Derakhshan auch darauf zurück, dass sich der so wichtige Tom Nilgen kurz vor Partie wegen einer Zerrung abgemeldet hatte und er eine nicht so eingespielte Abwehrkette aufbieten musste. In der übernahm der ebenfalls aus Kapellen gekommene Stephan Wanneck zwar gleich die von ihm erwartete Hauptrolle, doch ein fataler Fehlpass im Spielaufbau brachte seine Mannschaft nach der Pause endgültig auf die Verliererstraße. So musste Vohwinkels Ivan Prcela den Ball nur nach an Nico Bayer vorbeilegen und zum 3:1 (76.) ins leere Tor schießen.

Wobei auch Holzheim vor der Pause auch Möglichkeiten gehabt hätte, das Momentum auf seine Seite zu bringen. Die beste in der 33. Minute, als Holzheims Dennis Brune eine schöne Flanke in den Strafraum schlug und der heranrauschende Timo Arvanitidis umgerissen wurde. Doch Marcus Buchen setzte den fälligen Strafstoß ans Lattenkreuz und verpasste die erneute Führung. „Natürlich hätte das Spiel dann anders laufen können. Aber ich denke, die Vohwinkeler haben sich den Sieg verdient, weil sie mehr Chancen hatten“, meinte HSG-Coach Derakhshan, der aber zuversichtlich bleibt: „Ich habe auch viel Gutes bei uns gesehen. Wenn wir daran anknüpfen, holen wir unsere Punkte.“