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Ringer des KSK Konkordia Neuss verpassen bei Junioren-WM Bronze knapp

Weltmeisterschaften in Ufa : Neusser Ringer verpassen bei Junioren-WM Bronze nur knapp

Aaron Bellscheidt und Arslanbek Salimov kämpfen um Platz drei, ziehen in einem Weltklassefeld aber jeweils den Kürzeren. Samuel Bellscheidt erreicht Viertelfinale.

Obwohl Bundestrainer Maik Bullmann diesmal auf Deni Nakaev verzichtete, war der KSK Konkordia Neuss gleich mit vier Ringern bei den Weltmeisterschaften der Junioren im russischen Ufa vertreten und verpasste dabei eine Medaille zweimal nur knapp.

Im Achtelfinale der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm warf Aaron Bellscheidt Nozimjon Sobirov (Tadschikistan) mit 5:1 aus dem Turnier. Im Viertelfinale hatte der 18-Jährige beim 1:2 gegen Sahak Hovhannisyan Pech, da der Armenien aber im Anschluss mit seinem 3:0-Sieg über Marian Holubovskyi (Ukraine) das Finale gegen Hasrat Jafarov (Aserbaidschan) erreichte, blieb dem Neusser die Chance auf Bronze. In der Hoffnungsrunde hielt er den Litauer Vilius Savickas mit 3:1 in Schach und kämpfte damit gegen Holubovskyi tatsächlich um Edelmetall. Dass er dieses Duell mit 1:9 verlor, schob KSK-Ehrenvorsitzender Hermann J. Kahlenberg auch auf die Energieleistung im vorangegangenen Kampf. „Der steckte ihm noch in den Knochen.“ Mit den Leistungen Bellscheidts zeigte sich Kahlenberg freilich hochzufrieden. „Platz fünf in diesem starken Feld ist Weltklasse. Und Aaron kann noch zwei Jahre bei den Junioren ringen.“ 

  • Im Viertelfinale: Angelique Kerber.
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Sein zwei Jahre älterer Bruder Samuel Bellscheidt setzte sich im Achtelfinale der Gewichtsklasse bis 72 Kilogramm deutlich mit 8:0 gegen Diogo Alexandre Ferreira Canilhas aus Portugal durch.  Im Viertelfinale unterlag er jedoch Shant Khachatryan mit 2:5. Und da der Armenier im Halbfinale mit 1:8 am Georgier Giorgi Chkhikvadze scheiterte, war für Bellscheidt der letzte Einsatz bei den Junioren beendet.

In der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm stand der in Neuss ausgebildete und zum Kader der Bundesliga-Truppe gehörende Tschetschene, jetzt aber mit einem polnischen Pass ausgestattete Arslanbek Salimov nach seiner Niederlage in der Vorschlussrunde gegen den Iraner Saeid Morad Gholi Esmaeili Leivesi  im kleinen Finale gegen den Türken Mert Ilbars. Dort zog der 18-Jährige, der mit dem Nachwuchs des KSK dreimal Deutscher Mannschaftsmeister wurde, mit 0:8 den Kürzeren und belegte damit Rang fünf.

Für Neuzugang  Simone Vincenzo  Piroddu  war im freien Stil bis 57 Kilogramm schon in der Qualifikation Schluss. Beim 6:11 gegen Nuraddin Novruzov aus Aserbaidschan hielt der Italiener indes prächtig mit. Kahlenberg: „Er hatte ihn schon, konnte ihn aber nicht fixieren.“