1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Fußball-Oberligist 1. FC Kleve siegt 2:1 gegen den TSV Meerbusch

Fußball-Oberliga : 1. FC Kleve muss am Ende noch zittern

Die Mannschaft startet mit einem 2:1-Heimsieg gegen den TSV Meerbusch in die Saison. Sie verdient sich den Erfolg mit einer Steigerung in Hälfte zwei, macht es am Ende aber unnötig spannend. Nedzad Dragovic und Luca Plum treffen.

Umut Akpinar ballte beim Abpfiff erst die Fäuste, dann gab’s Applaus vom Trainer des 1. FC Kleve für seine Mannschaft. Den hatte sich das Team vor allem in der zweiten Hälfte auch verdient. Der Fußball-Oberligist startete am Sonntag vor gut 300 Zuschauern in der Getec-Arena mit einem 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen den TSV Meerbusch in die Saison. Ein Erfolg, den sich die Mannschaft in erster Linie erarbeitet, nach dem Wechsel auch erspielt hatte. „Ich war vor der Pause überhaupt nicht zufrieden. Da waren wir zu lethargisch und haben uns einige Unkonzentriertheiten geleistet. In der zweiten Hälfte haben wir uns gesteigert und deshalb verdient gewonnen“, sagte Akpinar.

Der 1. FC Kleve musste dabei am Ende noch bange Minuten überstehen, weil er es zuvor versäumt hatte, für klare Verhältnisse zu sorgen. Der Gast durfte plötzlich auf einen Punktgewinn hoffen, als Daniel Hoff (90.+2) auf 1:2 verkürzt hatte. Doch es wäre des Guten zu viel für den TSV gewesen, wenn er sich einen Punkt gesichert hätte. Dafür hatte die Mannschaft über weite Strecke zu wenig getan. Zwar hatte der Gast bei einem Schuss, den der gute Klever Torhüter Ahmet Taner an die Latte gelenkt hatte (10.), und einem Pfostentreffer (72.) auch Pech. Doch insgesamt investierte der 1. FC Kleve weitaus mehr in die Partie.

  • TSV-Coach Dusko Bilanovic, TSV-Pressesprecher Detlev Zenk
    2. Handball-Bundesliga : Bayer Dormagen kann doch noch gewinnen
  • Die Klever Malteser haben am ersten
    Weihnachten bei Bedürftigen : Unterwegs mit dem Wärmebus in Kleve
  • Joseph Beuys 1985 in Paris -
    Joseph Beuys : Der Weltkünstler aus Kleve

In Hälfte eins lag aber vor allem in spielerischer Hinsicht beim Gastgeber noch einiges im Argen. Kai Robin Schneider hatte zwar bereits nach 180 Sekunden die Chance zur Führung, als er aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Doch dem Klever Spiel fehlte es zu oft an Tempo und Präzision. Deshalb gab es kaum gefährliche Szenen im Strafraum des TSV.

Dies mag auch daran gelegen haben, dass Top-Stürmer Danny Rankl zum Auftakt passen musste. Der Neuzugang vom Regionalligisten VfB Homberg gehörte wegen einer Sprunggelenkverletzung noch nicht einmal zum Klever Kader. Für ihn stand der gerade aus der eigenen Jugend aufgerückte Luca Wiens in der Start­elf, der ein großes Laufpensum absolvierte. Doch ihm fehlte noch die Durchschlagskraft. Bezeichnend war, dass die Klever Führung durch einen von Abwehrchef Nedzad Dragovic (44.) souverän verwandelten Handelfmeter resultierte.

Nach dem Wechsel schaltete der 1. FC Kleve dann besser und schneller bei Kontern um und kam aus diesem Grund auch zu mehr Chancen. Niklas Klein-Wiele (66.) und Luca Thuyl (82.) besaßen die besten Gelegenheiten, um auf 2:0 zu erhöhen. Das holte schließlich Luca Plum (86.) nach. Kapitän Fabio Forster hatte bei einer Balleroberung schnell geschaltet und einen klugen Pass auf Niklas Klein-Wiele gespielt, der frei vor dem gegnerischen Keeper die Übersicht behielt und den Ball zum noch besser postierten Luca Plum legte, der das Spielgerät ins leere Tor schieben konnte. Marvin Albrecht (90.) hätte wenig später Treffer frei stehend Nummer drei erzielen können, doch sein Schuss war zu unplatziert. Deshalb musste nach dem Tor der Gäste noch ein wenig gezittert werden, ehe Akpinar die Fäuste ballen konnte.

Der Start ist gelungen. Aber es war längst noch nicht alles Gold, was glänzte. Die Partie zeigte, dass sich der 1. FC auf eine eingespielte Defensivabteilung, seinen Einsatz und Kampfgeist verlassen kann. Doch in der Offensive, wo Abwehrspieler Maxwell Bimpek nach seiner Einwechslung als Stürmer aushelfen musste, fehlen aktuell die Alternativen. Deshalb schaut sich der Klub noch nach einer Verstärkung um – bislang allerdings ohne Erfolg.