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Rhein-Kreis Neuss: Ideen für selbstgebastelte Adventskalender

Kreative Tipps aus dem Rhein-Kreis Neuss : Adventskalender zum Selbermachen

Der Dezember rückt näher und in vielen Haushalten ziehen bereits die Kalender mit den 24 Törchen ein. Kreative aus dem Rhein-Kreis geben Tipps für die individuelle Gestaltung. Nicht immer muss der Inhalt Schokolade sein.

Keine Süßigkeiten, keine Spielzeuge: In diesem Jahr wollte die Neusser Kita Kletterknirpse ihren Adventskalender mit etwas Besonderem füllen. „Die Kinder durften mit entscheiden, welchen Kalender es in der Gruppe geben wird, auch bei der Herstellung waren sie aktiv beteiligt“, erzählt Rita Leng. Sie ist die Koordinatorin für Kindertageseinrichtungen des evangelischen Vereins für Jugend- und Familienhilfe, der auch der Träger der Kita ist.

Überhaupt sind selbstgemachte Adventskalender beliebt: Für diejenigen, die in diesem Jahr noch einen basteln möchten, haben kreative Menschen aus dem Rhein-Kreis verschiedene Tipps zusammengestellt.

 Manuela Thelen und recht Frau Stefanie Ebert, Leiterin der Neusser Kita Kletterknirpse präsentieren ihren Sternen-Adventskalender.
Manuela Thelen und recht Frau Stefanie Ebert, Leiterin der Neusser Kita Kletterknirpse präsentieren ihren Sternen-Adventskalender. Foto: Doerries

Bei der Kita Kletterknirpse fiel die Wahl etwa auf einen Sternenkalender: Dafür haben die Erzieherinnen mit den Kindern einen Holzreifen (Hula Hoop Reifen) mit gelbem Krepppapier und einer Lichterkette umwickelt und all das mit Klebeband fixiert. Aus  Bastelkarton haben die Kinder große etwa 12cm große Sterne aufgemalt und ausgeschnitten: Für jedes Türchen werden zwei Sterne benötigt und ein Mittelteil, das aus einem Streifen Pappe (5cm breit und 8cm lang) besteht. Die beiden Sternenteile werden mit dem Mittelteil so zusammengeklebt, dass oben eine Öffnung zur Befüllung bleibt.  Danach werden sie mit einem Band versehen und an dem Reifen befestigt. Der Kalender sieht aber nicht nur schön aus, auch der Inhalt überrascht: Denn an dem Tag, an dem das Kind seine Stern öffnen darf, wird es zum Sternenkind des Tages: Es bekommt eine „Krone“ und darf mitbestimmen: Zum Beispiel, welches Spiel gespielt wird. „Zu Hause lässt sich das auf besondere Aktionen übertragen“, sagt Leng, „zum Plätzchen backen, das Lieblingsspiel spielen oder einen Waldspaziergang unternehmen.“

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Auch die Schwestern Sandra und Sabrina Doerries, die als Yuniku ein Kleingewerbe betreiben, setzten auf unkonventionelle Inhalte. In ihrem Etsy-Shop verkaufen sie etwa einen Kalender im Glas. „Uns gefällt die Idee, keine festen Zahlen zu haben, sondern jeden Tag eine Kleinigkeit aus dem Gefäß frei zu ziehen“, erzählen die Schwestern. Das könne etwas Süßes sein, aber auch ein Gedicht, ein Zitat, ein Rätsel oder ein Witz.  Wer auf die Zahlen nicht verzichten möchte, könne aber auch aus Kraftpapier kleine Umschläge basteln und sie mit Eddig oder Lackstift verzieren.

 Schnell zu realisieren: Die Schwestern Sandra und Sabrina Doerries haben unter dem Namen „Yuniku“ ein Adventskalender-Glas gestaltet. 
Schnell zu realisieren: Die Schwestern Sandra und Sabrina Doerries haben unter dem Namen „Yuniku“ ein Adventskalender-Glas gestaltet.  Foto: Doerries

Bei Elke Zaum (Miss Elli Kreativ) spenden Adventskalender-Kerzen Licht in der dunklen Jahreszeit. Wer sie nachmachen möchte, braucht einen Drucker, Kerzenlack und Wasserschiebefolie zum Bedrucken. Zuerst wird ein passendes Motiv oder die Zahl auf die glänzende Seite der Wasserschiebefolie bedruckt. Der Druck muss einige Stunden trocknen, ehe die Motive ausgeschnitten und für eine Minute in eine Wasserschale gelegt werden. „Nun kann man die Folie leicht herunterschieben und vorsichtig auf die Kerze legen. Die Folie ist stabil, man kann also noch Luftblasen herausstreichen“, sagt Elke Zaum.

Darüber hinaus bietet die Dormagenerin selbstgenähte Beutel mit Tunnelzug, in denen sich allerhand verstauen lässt. Benötigt werden dafür zwei gleichgroße Stoffstücke für außen und innen, Zaum hat sie auf 25x60cm zugeschnitten. Dazu kommen zwei Stoffstücke von 10cmx25cm für den oberen Teil. Die Dormagenerin nutzt dafür Frotteestoff, weil er weihnachtlicher wirkt. Diese beiden Stücke Frotteestoff werden rechts auf rechts auf das äußere Stoffstück genäht. Das so entstandene Teil wird an der Frotteeseite mit dem Innenstoff zusammengenäht. Immer noch rechts auf rechts werden die Seitennähte geschlossen: „Ihr legt Naht auf Naht – genau in der Mitte, das Innenfutter liegt auf der einen Seite übereinander und der Außenstoff liegt auf der anderen Seite übereinander, der obere Frotteestoff wird zur Hälfte gefaltet und die Nähte liegen übereinander“, erklärt Zaum. Danach werden die Seitennähte zusammengenäht, dabei circa einen  Zentimeter von der Naht des Frotteestoff eine Markierung einzeichnen. Die ist für die Tunnelöffnung am oberen Rand der Vorderseite. „Diese wird nicht mitgenäht“, sagt Zaum. Auch im Innenfutter sollte eine Wendeöffnung freigelassen werden. Danach wird der Beutel gewendet. „Alle Nähte werden gut ausgebügelt, die offene Wendeöffnung mit Handstichen oder der Nähmaschine geschlossen, das Innenfutter nach innen gestülpt, die Nähte am oberen Rand für den Tunnel steppen, dann wird die Kordel durchgezogen.