1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Früher war es eine Bankfiliale, heute ist es Steak-Zentrale.

Rheurdt : Erfolg mit Steaks aus Schaephuysen

Der „Steaklieferant“, der seit Dezember in den Räumen der Volksbank in Schaephuysen Fleisch verkauft, hatte am Samstag zu einem Sommerfest eingeladen. Bereits kurz nach zwölf Uhr bildete sich eine Schlange vor dem Profi-Grill, wo Kostproben des Ladenangebots gereicht wurden: Einige Streifen Rindersteak mit Krautsalat, Körnerbaguette und Kräuterbutter waren für acht Euro zu haben.

So schlicht diese Kombi klingt – es bewegte sich auf Feinschmeckerniveau, wie die Bratwurst, der Scampi-Spieß und das Hähnchenfleisch.

„Die argentinischen Rinder bekommen viel Auslauf, eine natürliche Fütterung und werden vor Ort geschlachtet, ohne langen Transport“, erklärte Walter Rau, Vize-Geschäftsführer. Der „Coleslaw“, genau wie die Kräuterbutter und das speziell zum Grillen kreierte Brot: Alles sei mit viel Sorgfalt und guten Zutaten selbst hergestellt.

Familie Vrede aus Krefeld hatte den Tipp von guten Freunden bekommen und erlebte einen Feinschmecker- und Genießertag. Dazu bot Martin Kern eine Gin-Verkostung an. Drei Sorten des Wacholder-Destillats konnten probiert werden. Sie sind echte Niederrhein-Produkte: Kreiert in Krefeld und destilliert in Kevelaer.

  • Rheurdt : Kölner lockt Fleisch-Fans nach Rheurdt
  • Rheurdt : Glasfaserausbau: Neue Chance für Schaephuysen
  • Rheurdt : Rheurdt feiert seine engagierten Bürger

Auch Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen ließ sich die Gelegenheit dieses besonderen Mittagessens nicht nehmen. „Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Steaklieferanten eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes gefunden haben. Ein Nischenangebot, das aber sehr gut angenommen wird, auch über die Dorfgrenzen hinaus. Neben gutem Fleisch, wie früher beim Dorfmetzger, gibt es hier auch noch den passenden Wein, Soßen und Gewürze. Und nicht zuletzt eine professionelle Beratung“, freute sich Kleinenkuhnen. Ganz nebenbei sei es beruhigend, dass der EC-Automat im Eingangsbereich durch das Geschäft beaufsichtigt ist.

Walter Rau bestätigte, dass die dritte und dörflichste Filiale des Familienbetriebs, der seit 2010 in Pulheim bei Köln ansässig ist, ein voller Erfolg sei. Gestartet als Lieferant für die Gastronomie, werde gutes Fleisch zu vergleichsweise günstigen Preisen auch von Privatleuten nachgefragt. Die nutzen auch das Catering für Partys und Veranstaltungen sehr gerne. Im Januar wird es ein „Fire-and-Ice-Barbecue“ geben. Dann mit Glühwein statt Bier.