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Der Stadtjugendring lud ein zum "Haldenabenteuer".

Neukirchen-Vluyn : Ein echtes Naturerlebnis für die „Drinnenmenschen“

Beim „Haldenabenteuer“ des Stadtjugendrings Neukirchen-Vluyn erkunden Kinder die Tier- und Pflanzenwelt. Auf der Spitze wurde gespielt.

Für Bela ist die Halde Norddeutschland eigentlich nichts Neues mehr. Er ist oft mit seinen Eltern hier. „Aber es geht dann immer nur darum, oben anzukommen. Die Natur ist Nebensache“, gibt der Elfjährige zu. Deshalb nehmen er und seine Freunde an diesem Samstagnachmittag am „Haldenabenteuer“ des Stadtjugendrings Neukirchen-Vluyn (SJR) teil. „Unser Ziel ist es, den Kindern spielerisch Flora und Fauna der Halde nahezubringen“, sagt Karsten Schürmann, Vorsitzender des SJR. Als Fachmann begleitet Peter Berg die Truppe. Der Jäger informiert in der „Rollenden Waldschule“ über die heimische Natur. „Viele Kinder wissen nicht mehr, was eine Birke ist“, stellt er konsterniert fest. Auf die meisten der Haldenabenteurer trifft das allerdings nicht zu. Der elfjährige Timon kann mühelos den Unterschied zwischen einem Berg und einer Halde erklären. Die neunjährige Madina zeigt auf einen Mirabellenbaum am Wegrand: „Die gelben Früchte kann man essen! Mein Opa hat so einen Baum im Garten.“

Doch was ist mit den Früchten der Buche: Kann man die essen? Wie nennt man die ? Und wie kann man eigentlich die Buche von der Eiche unterscheiden? „Wisst ihr, dass Kohle nichts anderes ist als abgestorbenes Pflanzenmaterial?“, fragt Berg in die Runde. Da schütteln viele den Kopf. Rund ein Dutzend Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren sind beim Haldenabenteuer dabei, trotz des wechselhaften Wetters. „Eigentlich bin ich eher ein Drinnenmensch“, erzählt die Melissa (14) aus Moers. „Aber meine Mutter hat mich angemeldet, damit ich mal rauskomme.“ Was Jäger Peter Berg zur Kaninchenlosung erklärt, findet sie dann doch ganz interessant. Der siebenjährige Fabio ist den Spuren gefolgt und zupft Berg aufgeregt am Ärmel: „Ich glaube, ich habe den Kaninchenbau gefunden!“

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Nach dem anderthalbstündigen Spaziergang mit ausführlicher Einführung in die Natur kommt die Gruppe oben auf der Halde an. Peter Berg bläst in sein Jagdhorn – „das Essen ist fertig“, heißt das. Es gibt Würstchen und Brot, um die kleinen Abenteurer zu stärken. Danach können sie sich auf dem weitläufigen Gelände austoben, der Stadtjugendring hat seine Spielkiste mitgebracht, Bälle und ein Sprungtuch. „Unser Programm richtet sich vor allem an die Kinder, die nicht in Urlaub fahren konnten. Auch über die Tafel und die Kinderheimat haben wir Anmeldungen für einen kleinen Obolus entgegengenommen“, erklärt Schürmann die Aktion. „Dabei geht es um die gelungene Mischung aus Lernen und Spaßhaben“, fügt er hinzu und hält den Windböen oben auf der Halde stand.