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Eine Kull ohne Wasser bedeutet Fischsterben. Rheurdter Bürger sind besorgt.

Rheurdt : Rheurdter besorgt: Kuhlen ohne Wasser

Anwohner haben entdeckt, dass drei Kuhlen in Höhe des Bergdahlensweg trocken gefallen sind. Die Fische sind verendet. Was die Anwohner verwundert: Ober- und unterhalb der ausgetrockneten, ihrer Schätzung nach rund 30.000 Quadratmeter Wasserfläche führen die benachbarten Kuhlen durchaus Wasser.

Erste Frage der besorgten Bürger: Wer ist zuständig? Zweite Frage: Woran liegt’s?

Zuständig ist der linksrheinische Wasserverband Lineg. Deren Sprecherin nahm den Hinweis der Anwohner auf und leitete ihn an die zuständigen Experten weiter. Diese würden die Situation am Bergdahlensweg in den nächsten Tagen prüfen, hieß es in einer ersten Stellungnahme. Zugleich wurde verwiesen auf einen Hinweis der Lineg vor rund drei Wochen. Damals wurde sowohl in Richtung der privaten Brunnenbesitzer als auch in Bezug auf die Kuhlen gesagt, dass sich der Grundwasserstand aufgrund der langen Trockenheit deutlich abgesenkt habe. Bereits dies könne zu den jetzt gemeldeten Effekten führen.

Zudem seien die Kuhlen westlich des Littard-Waldes rascher durch die Dürre betroffen als östlich. Die westlichen Kuhlen würden durch die Vorflutpumpanlagen am Landwehrbach gespeist, während die östlichen Kuhlen doch noch ein deutlich größeres Einzugsgebiet hätten.

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Ganz zufrieden waren die Anwohner mit dieser ersten, vorläufigen Stellungnahme der Lineg nicht. „Wieso haben Kulls links und rechts der betroffenen Flächen genug Wasser?“ fragen sie sich und mutmaßen, dass der Mensch eingegriffen haben könnte. Alteingesessene Bürger erinnern sich, dass in den 1990er Jahren bei einem ähnlich trockenen Sommer ebenfalls die Kuhlen nahe Rheurdt plötzlich ohne Wasser Brach lagen. Mit den Regenfällen im Herbst und im Frühjahr habe sich diese Situation damals wieder normalisiert. Es brauchte allerdings einige Zeit.

(dne)