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Nettetal: "Basisstraße" wird erst Ende März fertig

Nettetal : "Basisstraße" wird erst Ende März fertig

Der Frost hat den Straßenbauern zwischen Kaldenkirchen und der Grenze einen Streich gespielt. Die 2,7 Millionen Euro teure Neubaustrecke wird erst kurz vor Ostern dem Verkehr übergeben.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat vor dem Frost kapituliert. Die für Mitte des Monats Februar geplante Öffnung der neuen Straße von Kaldenkirchen nach Venlo wurde um sechs weitere Wochen aufgeschoben. "Wir haben jetzt den 28. März vorgesehen. Bis dahin dürfte das Wetter die noch fehlenden Arbeiten endlich zulassen", erklärte ein Vertreter des Baubüros.

Ursprünglich sollte die Straße bereits im Herbst vergangenen Jahres dem Verkehr übergeben werden. Doch Probleme mit der Statik der neuen Brücke, die den Dellerweg überspannt, sorgten für die erste Verzögerung. Die Hoffnung, wenigstens vor Weihnachten fertig zu werden, zerschlug sich ebenfalls. Denn das einsetzende Winterwetter verhinderte Asphaltierungsarbeiten. Und dabei bleibt es auch weiterhin. "Frost macht die Deckenarbeiten unmöglich", hatte Bauleiter Klaus Dahmen Ende September erklärt. Schon da ahnte er, dass es zeitlichen Verzug geben werde.

Das Provisorium über den Dellerweg nervt Anwohner — ob privat oder gewerbetreibend — ebenso wie Lieferanten und vor allem Besucher der Venloer Innenstadt. Viele Kauftouristen können sich nicht daran gewöhnen, die neue Autobahn bis zur Maas zu fahren und von Tegelen her in die Innenstadt zu fahren.

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Ungeduldig wartet aber auch die Stadt Nettetal darauf, dass die "Basisstraße", die Kaldenkirchen über Schwanenhaus mit Venlo verbinden wird, endlich fertig wird. Der Gewerbepark "Venete" hängt in der Luft, weil die Anschlussstelle an der A 61 nicht geöffnet wird, solange die Basisstraße eine Baustelle ist. Zwar hat die Vermarktung durch die Wirtschaftsförderung des Kreises und die Stadt erst Schwung erhalten, als Anfang April vergangenen Jahres die Autobahn freigegeben wurde, aber das Tor zu Venete ist immer noch geschlossen.

2,7 Millionen Euro an Kosten sind für die Straße veranlagt, an der neben dem Straßenbetrieb des Landes die Stadt und der Kreis Viersen beteiligt sind. Andreas Budde, der Technische Dezernent des Kreises, zeigt sich trotz der Verzögerungen beim Straßenbau "zufrieden mit der Ausführung". Der Landesbetrieb baut einen großen Teil der neuen Strecke, die Stadt Nettetal hat den zweiten Geh- und Radweg von Kaldenkirchen her finanziert. Zum 1. Juli dieses Jahres übernimmt der Kreis die Straße in seine Trägerschaft. Der Kreis hatte bereits das Verfahren gebündelt und den Förderantrag an die Bezirksregierung gestellt. Die Kreisstraße 2 führt demnächst von Breyell über Leuth und den Dellerweg nach Kaldenkirchen (bis zum neuen Kreisverkehr am Juiser Feld) und zur Grenze.

Formaljuristisch muss das Teilstück auf der früheren A 61 auf die Kreisstraße herunter- und die städtische Straße "An der Kleinbahn" heraufgestuft werden. Wichtiger aber sind die abschließenden Arbeiten. Im Wesentlichen fehlen noch die Verschleißdecke, die Leitplanken, Markierung und Beschilderung. Alle anderen Arbeiten an der technisch nicht ganz einfachen Straße, die die Bahnstrecke und den Dellerweg überquert, sind weitgehend abgeschlossen.

FRAGE DES TAGES

(RP/ac)