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Nettetal: Schummer wieder Kandidat der CDU

Nettetal : Schummer wieder Kandidat der CDU

Der Kreisparteitag der Union in der Oedter Albert-Mooren-Halle brachte ein deutliches Votum für den Amtsinhaber: Uwe Schummer wurde mit 85,5 Prozent nominiert. Gegenkandidat Dr. Dominic Kohnen hatte keine Chance.

Am Ende gab es stehende Ovationen für den Mann aus Neersen. Von den 544 Christdemokraten, die am Samstagmorgen beim Kreisparteitag in die Albert-Mooren-Halle in Oedt über den CDU-Kandidaten für die Bundestagswahl am 22. September abstimmen, votierten 462 für Uwe Schummer. Nur 78 CDU-Mitglieder wählten seinen Herausforderer Dr. Dominic Kohnen aus Hinsbeck. Der erwies sich als fairer Verlierer, gratulierte dem seit 2002 amtierenden CDU-Bundestagsabgeordneten Schummer und sicherte ihm seine Unterstützung für den bevorstehenden Wahlkampf zu. Kreisparteichef Dr. Marcus Optendrenk (Nettetal) gab die Losung für den 22. September aus: Die CDU will im Kreis Viersen ihre zuletzt schon große Mehrheit ausbauen.

Schon zu Beginn des Kreisparteitags war klar, wem die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder am Ende ihre Stimme geben würde. Aus allen Ortsverbänden gab es deutliche Signale für Schummer. Sein Herausforderer Kohnen konnte noch nicht einmal alle Stimmen der Mitglieder des Kreisverbandes der CDU-Mittelstandsvereinigung auf sich vereinigen. Mit 14,5 Prozent der Stimmen blieb er deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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Bei der Kandidatenvorstellung – sie fand in alphabetischer Reihenfolge statt – musste zunächst Kohnen ans Rednerpult. Der 49 Jahre alte Rechtsanwalt aus Hinsbeck hielt eine durchaus kämpferische Rede. Klar und deutlich positionierte er sich als Freiberufler mit große Berufs- und Lebenserfahrung, die er gerne in eine Arbeit im Deutschen Bundestag einbringen wollte. Der Familienvater stellte seine Herkunft aus einer Großfamilie heraus, mit der er, seine Ehefrau und seine beiden Töchter noch heute in Hinsbeck leben. Als selbstständiger Anwalt mit Kanzleien in Hinsbeck und Berlin sei er schon jetzt in der Bundeshauptstadt gut vernetzt – bis in höchste Kreise, betonte Kohnen. Er wollte bei der Kandidatenwahl eine echte Alternative sein, wollte in Berlin das wertkonservative bürgerliche Lager vertreten.

Amtsinhaber Uwe Schummer erinnerte dagegen bei seiner Vorstellung an die Erfolge seiner Arbeit im Bundestag in den vergangenen elf Jahren. Er sei stets Lobbyist für den Kreis Viersen und seine Bürger, betonte er – ob beim Thema Lärmschutz an der Bahnstrecke Dülken – Kaldenkirchen, der Diskussion um den Eisernen Rhein oder bei der Förderung des Mittelstandes. Er nannte Beispiele für seine Unterstützung von Firmen oder Wirtschaftsprojekten, sei es beim Ausbau des Blockheizkraftwerks in Kempen oder bei Hilfen für das Grefrather Unternehmen Draftex oder dem Umzug der Bundespolizei nach Kempen. In vielen Fällen habe er seine Kontakte in Berlin für den Kreis Viersen und seine Bürger genutzt, meinte Schummer. Am Ende verließ die Mehrheit der CDU-Mitglieder zufrieden den Kreisparteitag. "Das deutliche Votum zeigt, dass die engagierte Arbeit, die Uwe Schummer seit Jahren leistet, in der Partei honoriert wird", sagte der Willichs CDU-Fraktionschef Johannes Bäumges. FRAGE DES TAGES

(RP)