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Nettetal: Wagner wirbt bei den Bauern

Nettetal : Wagner wirbt bei den Bauern

Beim traditionellen Frühstück kurz vor der Frühjahrsbestellung erläuterte der Bürgermeister Landwirten den Gewerbepark Venete und die Initiative Agrobusiness am Niederrhein. Die Gäste warnten ihrerseits vor Flächenfraß.

Die Agrobusiness-Initiative Niederrhein und die Entwicklung des Gewerbeparks Venete in Kaldenkirchen standen thematisch im Mittelpunkt des traditionellen Bauernfrühstücks, zu dem Bürgermeister Christian Wagner Vertreter der örtlichen und regionalen Landwirtschaft ins Rathaus eingeladen hatte. Die Landwirte wiederum machten dem Bürgermeister deutlich, dass sie sich Sorgen über die fortschreitende Versiegelung und Umnutzung von Acker- und Waldflächen machen.

Bei Kaffee und Brötchen tauschten sich im Rathaus der stellvertretende Ortslandwirt Andreas Wolfers, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Paul-Christian Küskens und ihr Geschäftsführer Ulrich Horstmann mit Wagner aus. Gekommen waren außerdem der Leiter der Landwirtschaftskammer für die Kreisstelle Heinsberg-Viersen, Dr. Christian Hoffmann, die Vorsitzende der Landfrauen im Kreis Viersen, Anna-Maria Slaats, sowie die Vorsitzenden der Landwirte und Landfrauen aus den Stadtteilen.

Wagner gab eingangs einen Überblick über die finanzielle Situation der Stadt. Die Konsolidierung der Finanzen werde besonders viel Kraft in Anspruch nehmen. In den Mittelpunkt stellte er allerdings etwas bessere Nachrichten, nämlich die Vermarktung des Gewerbeparks Venete.

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Der Bürgermeister unterstrich die zuletzt immer wieder geäußerte Einstellung, dass er den größten Wert auf die nachhaltige und qualitativ gute Entwicklung des Gewerbeparks legt. Die Lage im unmittelbaren Grenzraum und die direkte Anschlussstelle an der neuen A 61 seien herausragende Vorteile. Die Stadt wird ihre Marketingaktivitäten zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen und unter enger Mitarbeit mit niederländischen Partnern, auf das Agrobusiness ausrichten. Er erläuterte den Gästen die besondere Bedeutung dieses Wirtschaftsfeldes in der Region und stellte den Landwirten die Agrobusiness-Initiative Niederrhein vor, deren Vorsitzender er zu Beginn des Jahres geworden war.

Beim Frühstück kreisten die Gespräche aber auch um andere Themen. So beklagten die Landwirte den Zustand von einigen Wirtschaftswegen. Man diskutierte über Ausgleichsflächen und Windräder, über Nachnutzungen von Betriebsanlagen und Altbestandsflächen sowie über Industrie- und Gewerbeflächen allgemein. Einmal mehr wiesen die Gäste darauf hin, dass sie große Probleme mit der Verkotung der Felder und Anbauflächen durch nicht angeleinte Hunde haben. Einige müssen deswegen nicht unerhebliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen.

Andreas Wolfers bedankte sich abschließend beim Verwaltungschef. "Ich hoffe, dass das heutige Datum, der 29. Februar, nicht festgeschrieben wird und wir uns nicht erst in vier Jahren wieder sehen", meinte er zum Abschied mit einem Augenzwinkern.

(RP/rl)