Anne Petsch, neue Pfarrerin in Friemersheim, setzt auf Teamarbeit und Kreativität

Moers : Neue Pfarrerin setzt auf Teamarbeit und Kreativität

Am 17. März wird Anne Petsch in der Evangelischen Kirchengemeinde Friemersheim in ihren Dienst eingeführt.

Ein schöner Tag für Friemersheim: Ab dem 17. März hat die evangelische Kirchengemeinde eine neue Pfarrerin. Im Gottesdienst um 15 Uhr in der Kreuzkirche, In den Bänden, wird Superintendent Wolfram Syben Pfarrerin Anne Petsch offiziell in ihren neuen Dienst als Gemeindepfarrerin der Kirchengemeinde Friemersheim einführen. Anschließend gibt es bei einem Empfang die Möglichkeit, die neue Kollegin von Pfarrer Ingo Schäfer persönlich kennenzulernen.

„Ich freue mich auf  Friemersheim“, erklärt die 50-Jährige. „Ich habe schon Ende vergangenen Jahres im Rahmen meiner Probepredigt einzelne Gemeindeglieder kennengelernt. Und in einem Klausurwochenende mit dem Presbyterium und der Diakonin, zu dem ich eingeladen war, habe ich das große Engagement und die Kreativität der Gemeindeleitung deutlich wahrgenommen.“

Geboren wurde Anne Petsch  in Oberhausen. Dort und später in Moers wuchs sie auf. Zum bewussten Umgang mit dem Glauben ist sie durch den Kindergottesdienst und Freizeiten der evangelischen Gemeinde Moers gekommen. Später wirkte sie selbst in der Jugendarbeit mit. In der Schule erlebte sie guten Religionsunterricht; in Gesprächen mit dem Religionslehrer erwuchs ihr Wunsch, Theologie zu studieren. Doch noch bevor sie die Universitäten in Wuppertal, Münster, Madurai (Südindien) und Heidelberg besuchte, beschloss sie, ein Aufgabengebiet praktisch kennenzulernen: die Seelsorge für Menschen in Not. Deswegen absolvierte sie in Mülheim ein Diakonisches Jahr in der Krankenhausseelsorge und arbeitete  nach dem Studium, dem Vikariat in Krefeld-Bockum und ihrem Probedienst in Straelen-Wachtendonk als Krankenhausseelsorgerin in Essen.

Im Jahr 2007 ging sie als Seelsorgerin an die Kinderklinik in Sankt Augustin. 2013 übernahm sie eine Pfarrstelle in Eitorf. Im Dezember 2018 wählte das Friemersheimer Presbyterium sie zur neuen Pfarrerin. „Jetzt möchte ich die Gemeinde erst einmal kennenlernen und setze auf Teamarbeit, Kreativität und ein gutes Gespür für die Bewahrung von dem, was gut läuft, und Mut für Neues“, erklärt  Anne Petsch. „Ich möchte die Gemeinschaft fördern und den Glauben stärken. Ich werde auch daran arbeiten, Menschen für ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen.“

Auch eine Pfarrerin braucht Ruhe- und Auszeiten. „Ich fotografiere gern“, erzählt sie, „ich singe sehr gerne und das auch in einem Chor. Den passenden werde ich vor Ort sicherlich finden.“ Und sie fährt gerne Rad, am Niederrhein und im Urlaub auch gern in Mittel- oder Südeuropa. „Dort, wo es schön ist“, lacht Anne Petsch.

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