Mönchengladbach: Blind Age tritt bei Rock am Ring 2019 auf

„Wie Weihnachten und Geburtstag“ : Mönchengladbacher Band Blind Age bei „Rock am Ring“

Die Gladbacher Band "Blind Age" ist auf der Newcomerbühne des berühmten Festivals am Nürburgring in der Eifel mit dabei. Was es sonst noch Neues aus der Gladbacher Musikszene gibt.

„Wir können es kaum abwarten“, twitterten die Musiker der Band Blind Age, nachdem ihr Auftritt beim „Rock Am Ring“-Festival seit wenigen Tagen feststeht. Nicht auf der Hauptbühne, aber immerhin mit dabei. „Es ist wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag“, freut sich Gitarrist Timo Otte über die Teilnahme beim wohl berühmtesten Open Air im Lande. Mit ihrer Mischung aus Rock, Grunge und Alternative schreiben er und seine Bandkollegen Sascha Preuß (Bass), Mehmet Karakoc (Drums) und Toni Sabljak (Gesang, Gitarre) schon jetzt Freitagmittag Geschichte in der Festival-Chronik: Opener auf der erstmals aufgebauten Newcomerbühne – eine von neun Gewinnern.

Ab 12.05 Uhr stehen die Musiker aus Mönchengladbach beim berühmten Festival in der Eifel auf der „Lidl Rockstore Stage“. Bei dem Open Air, wo über Pfingsten unter anderem auch „Die Ärzte“ und „Alice in Chains“ vor erwarteten 80.000 Besuchern abfeiern wollen. Gut vierzig Minuten wird ihr Auftritt dauern. „Das reicht für neun bis zehn Songs“ strahlt Otte. Alle Stücke sind Eigenkompositionen. Eines davon ist „Behind the Horizon“, die aktuelle Single vom „World in Chains“-Album. Die Nummer groovt mit ihrem fetten Sound mächtig und kam auch schon beim CD-Release im Februar im schnell ausverkauften Kultube-Liveclub riesig an. Seitdem haben sich Blind Age live ein wenig rar gemacht. Online hingegen ist das Quartett omnipräsent. Einmal wöchentlich sendet es einen Live-Stream von der Proben-Session. Vielleicht kann man die Band nach dem Coup bei „Rock am Ring“ in der Region auch live öfter hören.

Auch wenn die Band Canoo vor etwa 30 Jahren aufgehört hat zu existieren, wollen sich die damaligen Bandmitglieder am 15. Juni um 20.30 Uhr im Lokal DenkMal, Geneickener Straße 75, noch einmal dem Publikum stellen. Der Grund: Fans von damals schwärmen noch heute von der Musikalität der Gruppe und so klammheimlich wie Canoo ehedem von der Bildfläche verschwand, sollte es auf Dauer nicht bleiben.

Es ist ein Glücksfall, dass von den damaligen Protagonisten viele heute noch musizieren. So laden Brukhard „Howie“ Franke, Olaf Joeressen, Fritz „Fred“ Thienes, Wolfgang Müllers (Gitarre), Manfred Hasler, Christian Nauen (Bass), Georg Sehrbrock (Tasteninstrumente), Bernd Klomp (Schlagzeug), Dirk Rütten (Percussion) und Stefan Koch (Saxofon) jetzt endlich zum ultimativen Abschiedskonzert ein. In den 1980er Jahren war Canoo eine der bekanntesten Bands der Stadt und auch auf vielen Bühnen in der Region zu hören. Umso erstaunlicher, verzichteten die Musiker doch auf Cover. Stattdessen frönten die Musiker ausgiebig ihrer Vorliebe für Instrumentals im Spannungsfeld von Funk, Soul, Jazz, Rock und zogen mit ihrer Leidenschaft die Fans durch selbst komponierte Stücke in ihren Bann.

Fünf Tage Live-Musik bieten die Korschenbroicher Bruderschaften zu „Unges Pengste“ im Festzelt am Matthias-Hoeren-Platz. Öffentlich gefeiert wird von Pfingstsamstag bis Pfingstmittwoch. Für die Kult-Partys am Samstag und Sonntag warten die Schützen mit den Auftritten zweier bekannter Cover-Band auf: Remember Band und Wallstreet. Die Remember Band war vor Jahren bereits Stimmungsgarant und steht heute besser denn je für beste Partystimmung. Der Auftritt von Wallstreet richtet sich gleichermaßen an feierwütige junge Leute wie an Festgäste in Gala-Stimmung. Programm und Show werden je nach Stimmung variiert.

Weitere Livemusik-Tipps: Freitag, 14. Juni, 18 Uhr im Biergarten vom Haus Erholung, Johann-Peter-Boelling-Platz 1: 2. Jazztival mit dem HPT Jazzverein. Das Motto von Sängerin Jutta Koch und ihren sechs Jazzern lautet „Oldtime – Neuzeit. Von Louis Armstrong bis Amy Winehouse, auf Englisch, Deutsch und op Platt“ .

Mehr von RP ONLINE