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Mönchengladbach: Schule ist eine Spielwiese

Lehrer-Kolumne : Schule ist eine Spielwiese

Ich gehöre zu den Menschen, die die Herausforderungen lieben, die gerne Neues wagen, die sich ausprobieren und in einer Tätigkeit voll und ganz aufgehen können.

Wenn auch das Schulsystem an sich sehr starr und träge ist, so ist die Schule an sich ein Feld, wo man viel mitgestalten kann. Da wir eine Ganztagsschule sind, haben wir einige Stunden mehr als andere Schulen.

Diese Stunden gilt es sinnvoll und spannend zu gestalten. Wir haben an dieser Stelle zahlreiche Module für unsere Schüler. Eine Spielwiese für wirkliche Interessen von Schülerinnen und Schülern – aber auch die der Lehrer. Egal, ob sportlich, musikalisch, künstlerisch, kreativ, sprachlich, Wissen vertiefend oder Inhalte aus der IT: Hier kann man Schüler begeistern und sich selber mit ganz neuen Sachen einbringen. Und das macht Spaß!

Hinzu kommen Projekttage, Klassenfahrten und natürlich auch der normale Unterricht, den ich methodisch frei gestalten kann. Ich habe schon mehrtägige Rucksackwanderungen durchgeführt und bin teils über vier Ländergrenzen hinwegmarschiert, habe eine Selbstverteidigungs-AG geleitet, wöchentlich New Games angeboten, mit dem „Tu was!“-Projekt Schüler vor dem Sitzenbleiben bewahrt, gemeinsam mit Schülern musiziert und gesungen, mit ihnen Onlineplattformen programmiert, iOS- und Android-Apps erstellt, ich leite den Code-Club und arbeite derzeitig mit einigen Schülern an einer eigenen Lernplattform.

Natürlich gibt es auch in der Schule Frust und Probleme mit Schülern, Eltern, Kollegen und vor allem mit dem System an sich, nicht enden wollende Korrekturen am Wochenende oder die lange Konferenztage. Aber dies sollte nicht die vielen tollen Momente und Möglichkeiten überschatten.

Ich bin gerne Lehrer.

Felix Nattermann ist Mathe- und Informatiklehrer am Gymnasium am Geroweiher in Mönchengladbach und Autor vom Buch „Gebt den Kindern die Verantwortung zurück“.