Fußball : Kein Brüderduell im Herrenhaus

ME-Sport spielt ohne Paul d’Avoine gegen den LTV Wuppertal mit Philip d’Avoine.

Mettmann-Sport – LTV Wuppertal. Nach zwei Auswärtsniederlagen gegen direkte Konkurrenten sind die Handballer von ME-Sport ins Mittelfeld der Oberliga abgerutscht und haben bereit sieben Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Am Samstag (17.30 Uhr, Herrenhaus) ist daher ein Sieg über den LTV Wuppertal Pflicht.

„Wir sind froh, wieder ein Heimspiel zu haben. Da sind wir gewohnt stärker und treten anders auf“, sagte Co-Trainer Andre Loschinski direkt nach der Niederlage in Lobberich. Vier Siege in vier Spielen: Die Heimspielstatistik der Mettmanner ist in der aktuellen Saison bislang tadellos. Allerdings kamen bisher nur Mannschaften, die sich in den unteren Tabellenregionen befinden. Jetzt erwartet das Team von Jürgen Tiedermann den ersten Härtetest vor eigenem Publikum. Die Wuppertaler, die das beste Torverhältnis der Oberliga haben, verloren zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach, waren vorher sieben Partien ungeschlagen. LTV-Spielertrainer David Kreckler hat viel Respekt vor den Gastgebern: „Die letzten Ergebnisse haben für mich wenig Aussagekraft. Mettmann gehört aktuell zu den besseren Teams, sie sind nur zwei Zähler hinter uns und wir müssen besser spielen als zuletzt, sonst wird es nicht reichen.“

Eine ganz besondere Partie wird es für den Mettmanner Torjäger Paul d’Avoine, denn sein Bruder Philip trägt das Trikot der Gäste. Zu einem direkten Aufeinandertreffen kommt es jedoch nicht. Denn Paul d’Avoine verletzte sich in der Vorwoche so schwer, dass er sechs Wochen ausfallen wird. „Das ist ein ganz harter Verlust“, sagt Kapitän Stephan Verholen. Der älteste im ME-Sport-Team weiß um die Stärken des Allrounders: „Paul spielt bisher eine tolle Saison und schließt die Lücke im rechten Rückraum, die Karsten Mühlenhaupt hinterlassen hat.“

Auch Verholen springt für die Abgänge Mühlenhaupt und Andre Loschinski in die Bresche. Der 33-jährige wurde zum Kapitätn gewählt und führt die Mannschaft auf und neben dem Spielfeld. „Mir macht es sehr viel Spaß, mit den jungen Mitspielern zu arbeiten“, sagt der wuchtige Kreisläufer und hofft auf weitere Erfolgserlebnisse: „Ein Sieg gegen die starken Wuppertaler wäre super. Aber auch sonst stehen wir gut da. Mit der bisherigen Punkteausbeute können wir zufrieden sein.“

Neben den bekannten Langzeitverletzten muss Tiedermann auch auf die Dienste von Thomas Mandlik und Lennard Maesch verzichten. „Es werden Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen“, versichert der Trainer.