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Mettmann-Sport braucht einen Erfolg über die HG Remscheid.

Handball : Mettmann-Sport muss die Negativserie stoppen

Nach drei Niederlagen in Folge wollen die Oberliga-Handballer im Heimspiel gegen die HG Remscheid einen Sieg feiern.

Von einem „ernüchternden Start in die Rückrunde“ spricht Jürgen Tiedermann. Der Trainer der Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport erlebt in diesen Tagen eine kleine Krise mit seiner Mannschaft und war zuletzt selbst sprachlos, als sein Team beim LTV Wuppertal unerklärlich einbrach und die dritte Niederlage in Folge im neuen Jahr kassierte.

Nach der überragenden Hinrunde mit dem zweiten Tabellenplatz als Lohn stehen die Mettmanner trotz der Pleitenserie weiterhin gut da und belegen aktuell den vierten Rang in der Oberliga. Bei einer erneuten Niederlage besteht allerdings die Gefahr, in das Mittelfeld abzurutschen.

Mit der HG Remscheid gibt am Samstag um 17.30 Uhr ausgerechnet die Mannschaft der Stunde ihre Visitenkarte im Herrenhaus ab. Nach dem überraschenden Hinspiel-Erfolg von ME-Sport in Remscheid haben die Bergischen in der Folge nur noch zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Seit Anfang Dezember ist die Mannschaft von Lukas Steinhoff, der nach der Saison berufsbedingt nicht mehr für die HGR zur Verfügung steht, ungeschlagen. Mit einer Serie von fünf Siegen im Gepäck reisen die Remscheider selbstbewusst in die Kreisstadt.

„Mit einer kämpferischen Leistung wollen wir wieder in die Spur finden, leicht wird dies aber nicht“, gibt sich Jürgen Tiedermann keinen Illusionen hin. Aus unterschiedlichen Gründen steht dem Mettmanner Trainer abermals nur ein kleiner Kader zur Verfügung. „Es wäre natürlich wichtig, dass sich der ein oder andere noch bis Samstag gesund zurückmeldet“, sagt Tiedermann, verweist aber gleichzeitig auf das Hinspiel: „In Remscheid hatten wir auch nur sieben Feldspieler und haben am Ende gewonnen.“ Die Zuschauer im Herrenhaus erwartet also eine spannende Partie. Während die Gastgeber zeigen wollen, dass sie 2019 das Siegen nicht verlernt haben, muss die HGR doppelt punkten, um dem Spitzenreiter DJK Unitas Haan weiter auf den Fersen zu bleiben.

Im Hintergrund basteln die Verantwortlichen bei ME-Sport weiter fleißig am Kader für die kommende Saison. Rechtsaußen Lennard Maesch wird weiterhin für die Mettmanner auflaufen. Der zulezt starke Karsten Mühlenhaupt tritt dagegen kürzer. „Nach dem Karriereende von Andre Loschinski ist natürlich auch der Abschied von Karsten ein herber Verlust“, sagt Tiedermann, der im Rückraum Handlungsbedarf sieht. Möglich, dass der junge Lucas Klein eine wichtige Rolle in der kommenden Saison spielen könnte.