Neuer Torhüter für die „Pirates“ : Team des LTV nimmt Konturen an

Der Handball-Drittligist aus Leichlingen hat in Linus Mathes einen neuen Schlussmann gefunden. Der 22-Jährige wechselt vom TSB Heilbronn-Horkheim an die Wupper und bildet künftig mit David Ferne das Torhütergespann.

Nach dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison bedankte sich Leichlingens Trainer Lars Hepp bei diversen Helfern und Spielern und sagte: „Das ist für mich ein Zeichen, dass man in Leichlingen wieder näher zusammenrückt.“ Seitdem rückten sie beim Handball-Drittligisten aber zunächst einmal auseinander. Nachdem acht Spieler den Verein – zum Teil nicht gerade im Guten – verließen, gingen auch hinter den Kulissen viele Beteiligte.

Obmann Thorsten Brütsch wechselt im Juli nach fast zehn Jahren an der Wupper zurück zu den Bergischen Panthern, Physiotherapeut Ercan Celik kümmert sich künftig um den Longericher SC und Hallensprecher Dominique Ronde hat wohl auch sein letztes Heimspiel in offizieller Funktion gemacht. In den letzten beiden Partien der zurückliegenden Saison im Ostermann-Forum warben die Verantwortlichen der LTV-Handballer zudem aktiv um neue Ehrenamtler, damit der Spieltagsbetrieb weiterhin gewährleistet werden kann. Für Celik stehen bereits adäquate Nachfolger parat. Ob es einen Ersatz für Brütsch gibt, ist aber offen. Fest steht: In Leichlingen bleibt kein Stein auf dem anderen.

Immerhin meldete der Klub nach fast drei Monaten mal wieder einen Zugang: Torhüter Linus Mathes studiert demnächst an der Deutschen Sporthochschule in Köln und schließt sich dem LTV an. Er wird gemeinsam mit dem in der vergangenen Saison überragenden David Ferne das neue Gespann zwischen den Pfosten bilden. Der 22-Jährige lief zuletzt für den Süd-Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim auf, war aber zugleich mit Zweitspielrechten für die Bundesligisten SG Bietigheim und Frisch Auf Göppingen ausgestattet.

„Linus passt sowohl menschlich als auch sportlich perfekt zu unserer personellen Neuausrichtung“, sagt Manager Niklas Frielingsdorf. Das könnte auch für den 20 Jahre alten Kreisläufer Lars Jagieniak gelten, der zuletzt für den Zweitligsaufsteiger HSG Krefeld auflief und der nun ein heißer Kandidat für den LTV ist. Bei den Spielern Christoph Gelbke und Sebastian Linnemanstöns stehen die Zeichen ebenfalls auf Verbleib. Jedenfalls kamen beide zum Trainingsauftakt.

Damit nimmt der Kader Konturen an. Ob er wettbewerbsfähig sein wird, bleibt offen. Das Gros der neuen Mannschaft hat noch nicht zusammen Handball gespielt, viele haben zudem keine Drittligaerfahrung. Nach dem Ausstieg von Gesellschafter und Sponsor Stefan Fornahl 2018 fehlt nun zum ersten Mal dessen Geld im Etat, der damit stark schrumpft. Das macht sich bei der Kaderplanung und im Umfeld bemerkbar. Hepp und Frielingsdorf setzen nun alles auf die Karte „Neuanfang“.

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