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Leichlinger TV: Handballer wollen das Image der Wundertüte loswerden

Handball, 3. Liga : LTV will das Image der Wundertüte loswerden

Die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV bekommen bislang keine Konstanz in ihr Spiel. Am Sonntag geht es für das Team von Trainer Lars Hepp nach Gummersbach.

Mal gewinnen die Handballer des Leichlinger TV, mal verlieren sie: In zuverlässiger Regelmäßigkeit schwanken die Leistungen des Drittligisten in der Gruppe D zwischen Erfolgserlebnissen und bitteren Niederlagen. „Wir suchen Konstanz und ein gewisses Grundlevel“, sagt Co-Trainer Achim Symannek und erklärt: „Die Gemütslage ist jede Woche anders. Mal sehe ich im Training wirklich tolle Leistungen und beim Spiel dann eine Enttäuschung. In den Tagen darauf ist dann plötzlich umgekehrt. Das ist schwer einzuschätzen.“

Vor zwei Wochen gab es einen Sieg im Derby gegen TuS Opladen und zum Rückrundenauftakt am vergangenen Samstag eine Niederlage gegen den Tabellenzweiten SG Schalksmühle-Halver. Nun steht in der laufenden Spielzeit beim Auswärtsspiel das zweite Duell mit dem VfL Gummersbach II (Sonntag, 17 Uhr) an, gegen den der LTV in der Hinrunde seine ersten Punkte holte – auch, weil der Schachzug mit Dennis Stöcker voll aufging. Der Torhüter wuchs gegen seine ehemaligen Kollegen über sich hinaus und könnte auch diesmal eingesetzt werden. Zuletzt überzeugte aber Kapitän und Keeper David Ferne ebenfalls mit starken Leistungen. „Um zu gewinnen, brauchen wir in jedem Fall eine starke Torhüterleistung“, sagt Symannek.

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Im Kampf gegen den Abstieg spielt die Begegnung mit Gummersbach II eine wichtige Rolle, denn die Zweitvertretung des VfL steht derzeit punktgleich mit 10:14 Punkten hinter Leichlingen auf Platz acht. Nun geht es also auch darum, einen Konkurrenten hinter sich zu lassen und den direkten Vergleich zu gewinnen. Immerhin dürften sich die personellen Optionen erweitern. Rückraum-Routinier Thomas Bahn soll spätestens kommende Woche wieder eine Option sein, vielleicht aber auch früher. Felix Barwitzki ist nach seiner Gehirnerschütterung bereits am Sonntag wieder einsatzfähig.

Das Tagesgeschäft in der dritten Liga ist wichtig, wird derzeit aber permanent von Zukunftssorgen überlagert. „Es ist nicht so einfach, sich auf Handball zu konzentrieren“, betont Symannek. Denn während anderswo bereits für die nächste Saison geplant wird, plagen die Blütenstädter existenzielle Ängste. Weiterhin ist unklar, wo der LTV eine dauerhafte Unterkunft für Heimspiele und Trainings finden könnte. Die angestammte Halle am Hammer wird nach den Überflutungen aus dem Sommer voraussichtlich bis ins Jahr 2023 nicht zur Verfügung stehen. Im Dezember, spätestens im Januar aber, erwartet der Verein eine grundsätzliche Entscheidungen über seine Perspektiven. Bei allen Nebengeräuschen ist aber klar: Die Basis für alle Planungen ist der Klassenerhalt.