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Leichlinger TV bewahrt die Ruhe und siegt beim TuS Volmetal

Handball, 3. Liga : Leichlinger TV bewahrt beim TuS Volmetal die Ruhe

Auch eine frühe Rote Karte schockt Leichlingens Drittliga-Handballer im Auswärtsspiel nicht. Das Team von Trainer Lars Hepp siegt und klettert auf Platz sechs der Tabelle.

Nach dem Wochenende stehen die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV genau dort, wo sie am Ende sein wollen. Als Tabellensechster wäre das neu zusammengesetzte Team von Trainer Lars Hepp gerettet und der Abstieg kein Thema. Auch wenn erst vier Spieltage absolviert sind und die Saison folglich noch lang ist, festigt sich nach dem 33:28 (18:12) beim TuS Volmetal am Samstagabend der Eindruck: Der LTV hält nicht nur an Ausnahmetagen mit, sondern ist auch unter schwierigen Voraussetzungen konkurrenzfähig – so wie am vergangenen Wochenende, als die Blütenstädter ihren zweiten Saisonsieg feierten.

Vor der wegweisenden Partie in Volmetal sprach nicht unbedingt viel für die Leichlinger. Klar war ohnehin: Das Team von der Wupper musste auf Innenblock-Spieler Thomas Bahn (Knöchelverletzung) verzichten. Und als vor dem Spiel kurzfristig in Lennart Mentges auch noch der zweite Innenblock-Spieler ausfiel, war Coach Hepp zur Improvisation gezwungen. Der A-Lizenzinhaber schickte Kris Zulauf in seinem ersten Saisonspiel in die zentrale Abwehrposition neben Ex-Kapitän Alexander Kübler an den Kreis. Das routinierte Duo lieferte in der Folge ab. „Wir sind gut reingekommen, hatten eine hohe Aggressivität und gute Deckung“, analysierte Linksaußen Timo Blum im Nachgang.

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Doch die schlechten Nachrichten aus LTV-Sicht waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht komplett. Bereits nach rund acht Minuten sah Rückraumspieler Jan Speckmann bei einer Defensivaktion die Rote Karte. Für Blum eine „viel zu harte Entscheidung“ der beiden Unparteiischen. Auch offensiv musste sich der LTV daher neu sortieren, zudem kassierte Aushilfsverteidiger Zulauf zwei frühe Zeitstrafen und musste von nun an häufiger auf die Bank. Co-Trainer Achim Symannek räumte ein: „Diese Situation hat unser Konzept natürlich schon nach kurzer Zeit etwas über den Haufen geworfen.“

Beachtlicher war anschließend aber, dass sich die Gäste vor der gewohnt stimmungsvollen Kulisse von 220 Zuschauern in der Volmetaler Halle einen Vorsprung erspielten. Bis auf sechs Tore zog der LTV, von einigen Handball-Fachleuten als ein potenzieller Abstiegskandidat eingestuft, bis zur Pause davon. „In der Kabine haben wir uns gesagt, dass wir jetzt nicht nachlassen dürfen“, berichtete Blum. Doch genau das tat der LTV: technische und individuelle Fehler sowie eine schlechte Quote im Offensivspiel brachten die Gastgeber bis auf einen Treffer heran – 24:25 (51.).

In der Folge, und das war ebenso beachtlich wie die Leichlinger Leistung in Abschnitt eins, knickte der LTV aber nicht ein. Dank des über die gesamte Partie hinweg überragenden Kapitäns David Ferne zwischen den Pfosten behielten die Gastgeber die Nerven und brachten das Spiel recht souverän nach Hause. „So hätten wir das Spiel eigentlich direkt gestalten müssen, aber wir hatten diese Schwächephase“, analysierte Blum und verteilte noch ein Sonderlob an seinen Keeper: „David hat in der ersten Hälfte das Tor echt zugenagelt. Er hat ein richtig, richtig gutes Spiel gemacht.“