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TSV Bayer Leverkusen: Elfen empfangen Oldenburg zum Duell der Enttäuschten

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen empfangen Oldenburg zum Duell der Enttäuschten

Die bereits 73. Auflage des Bundesliga-Klassiker zwischen Bayers Handballerinnen und dem VfL Oldenburg am Sonntag (16 Uhr, Ostermann-Arena, live im Stream auf handball-deutschland.tv) ist dieses Mal so etwas wie das Duell der Enttäuschten.

Die Niedersachsen treten die Reise an den Rhein mit den Eindrücken ihrer Heimniederlage gegen Bensheim/Auerbach (26:32) an. Die Elfen hatten aber erst noch reichlich Arbeit mit der Nachbereitung der Niederlage in Neckarsulm – und hier insbesondere mit den 15 bitteren Minuten vor der Pause.

„Die konnte ich meinem Team leider nicht ersparen“, sagt Trainer Martin Schwarzwald. So viele vermeidbare Fehler wie in dieser Phase der Partie dürften sich nicht wiederholen. „Das bestraft jeder Gegner in dieser Liga“, ist er überzeugt. Hoffnung machen dem Übungsleiter die gute Reflexion und Selbstkritik, die seine Schützlinge bei der Analyse und Besprechung an den Tag legten. So gelang es gemeinsam, die Unzufriedenheit in Energie für die nächsten Aufgaben zu verwandeln.

Sein Oldenburger Kollege Niels Bötel war bemüht, den Eindruck zu vermitteln, dass der VfL nicht unter einem gewissen Druck stehe – und Bayer 04 klarer Favorit sei. Aber Schwarzwald beeindruckt das nicht. „Natürlich rechnen die sich hier in der aktuellen Situation etwas aus. Am Sonntag treffen zwei Teams mit ähnlichen Voraussetzungen aufeinander“, betont er. Das betrifft indes nicht nur die Gefühlswelt nach den Niederlagen, sondern auch die personelle Situation.

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Bayer muss neben den beiden Kreuzband-Patientinnen Fanta Keita und Mariana Ferreira Lopes auch auf Spielführerin Svenja Huber und Kreisläuferin Marija Kaludjerovic verzichten, die beide wohl erst nach dem Pokalspiel kommende Woche wieder zur Verfügung stehen. Und dem VfL fehlen mit Marie Steffen und Toni Reinemann ebenfalls wichtige Spielerinnen. „Steffen ist am Kreis und auch als Abwehrchefin eine ganz wichtige Stütze und Reinemann ist mit ihrem guten Entscheidungsverhalten von großem Wert im 7:6“, sagt Schwarzwald.

Jenes Spiel mit der zusätzlichen Feldspielerin hat wohl kein Team der Liga so perfektioniert wie der VfL. „Aber sie darauf zu reduzieren, wäre unfair und würde dem VfL nicht gerecht. Ohnehin müssen wir es mit gutem Defensivverhalten von Abwehr und Torfrau überhaupt erst schaffen, Oldenburg ins 7:6 zu zwingen“, erklärt der Coach. Geht der Plan auf, dürfte gelingen, worauf der Trainer hofft: „Wir wollen den Bock umstoßen, denn jetzt kommen die Wochen der Wahrheit.“ Gemeint sind das Pokalspiel in Waiblingen und die folgenden Duelle mit Zwickau und Buxtehude. Vorher steht aber freilich der Klassiker gegen Oldenburg an.