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Machbare Aufgaben für Leichlinger TV und TuS 82 Opladen

Handball, 3. Liga : Machbare Aufgaben für TuS Opladen und Leichlinger TV

Die Handball-Drittligisten rechnen sich für ihre Auswärtsspiele in Essen und Volmetal Zählbares aus. Opladens Abwehrchef Aaron Ellmann muss seine Karriere wohl beenden.

Handball, 3. Liga: TuSEM Essen II – TuS 82 Opladen. Drei Spiele, drei Siege: Der Saisonstart ist für den TuS 82 optimal gelaufen. Genau umgekehrt war der Auftakt für die Reserve des TuSEM Essen, die sich mit 0:6-Punkten bereits im hinteren Tableau wiederfindet. „Wir wissen jetzt, dass wir in der Liga gut mithalten können“, sagt Opladens Trainer Fabrice Voigt. „Gleichzeitig aber hatten wir ein einfacheres Auftaktprogramm als Essen. Die hatten drei richtig dicke Brocken und haben jeweils knapp verloren.“ Eine einfache Aufgabe wird das Spiel an der Margarethenhöhe (Sonntag, 17 Uhr) daher keinesfalls.

Der TuSEM II unterlag 30:33 bei der HSG Krefeld, 24:27 gegen die Bergischen Panther und 25:26 bei Eintracht Baunatal – alle drei Kontrahenten haben wie die Opladener 6:0-Zähler auf dem Konto. „Größter Essener Vorteil ist, dass die Mannschaft auch während der Pandemie durchtrainieren konnte“, sagt Voigt. „Das hat man in der Regionalliga-Aufstiegsrunde auch gesehen. Ratingen hatte sicher keine schwächere Mannschaft, hat aber recht klar verloren.“

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Voigt sieht Essen auf Augenhöhe mit seinem TuS 82. „Sie haben auch einen breiten Kader und können ohne Qualitätsverlust wechseln.“ Wichtig sei vor allem, sich wenig Fehler zu erlauben, um nicht vom Tempospiel des Gegners überrollt zu werden. Der Aufbau von jungen Spielern steht bei den Gastgebern im Vordergrund, aber Voigt weiß: „Sie haben auch zwei, drei erfahrenere Handballer im Kader.“

Für den TuS 82 gilt dies sowieso, doch auf einen Spieler muss der Verein künftig verzichten. Aaron Ellmann unterzieht sich einer Knie-OP und würde daher wohl ohnehin für den Rest der Saison ausfallen. „Er wird aber wohl seinen Rücktritt verkünden“, sagt Voigt. „Das ist ein herber Verlust. Er war unser Abwehrchef.“ Positiv sei, dass Hendrik Rachow und Jan Jagieniak die Aufgabe im Deckungszentrum zuletzt gut gelöst hätten. „Man merkt jetzt schon, wie wichtig unser breiter Kader ist.“

TuS Volmetal 1887 – Leichlinger TV. Der Blick auf die Zahlen ist nach drei Spieltagen mit Vorsicht zu genießen. Beim LTV allerdings lassen sich bereits spannende Tendenzen ablesen. Offensichtlich ist nach zwei Niederlagen und einem Sieg die Abhängigkeit von Spielmacher Valdas Novickis. Der ehemalige litauische Nationalspieler war in jeder Partie erfolgreichster LTV-Werfer, erzielte mit 28 Treffern mehr als ein Drittel der Tore. Dahinter – und das ist vielleicht noch beachtlicher – folgt Fynn Natzke, das Eigengewächs auf der Rechtsaußenposition.

14 Mal traf der Linkshänder bereits ins gegnerische Tor – eine starke Quote. Der 23-Jährige ist damit der zweitgefährlichste Werfer im Team von Trainer Lars Hepp. Für Natzke, der vor nicht allzu langer Zeit noch sechs Klassen tiefer in der Kreisliga auf das Tor warf, geht in dieser Saison offenbar seine gute Entwicklung weiter. Bereits in der vorletzten Saison, die im Frühjahr 2020 wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden war, war der 1,79 Meter große Handballer in Hepps Team aufgerückt und hatte einen erheblichen Anteil am späteren Klassenerhalt. Zudem gilt der stets hart ackernde Natzke, der seit 2013 das LTV-Trikot trägt, auch neben dem Platz als wichtiger Faktor und Identifikationsfigur.

Auf die handballerischen Qualitäten des gebürtigen Leverkuseners, der auch eine Vergangenheit beim TuS 82 Opladen hat, dürfte es beim wegweisenden Duell beim TuS Volmetal an diesem Samstag (19.45 Uhr) erneut ankommen. Dann entscheidet sich, mit welchem Gefühl der LTV aus dem Saisonstart mit einem vermeintlich leichteren Auftaktprogramm herausgeht. Die Chance dazu ist in jedem Fall da. Volmetal kassierte bislang drei klare Niederlagen mit mindestens sechs Toren Unterschied.