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Handball-Oberliga: Mettmann-Sport setzt auf neue mentale Reize

Handball : Mettmann-Sport setzt auf neue mentale Reize

Nach den beiden Heimpleiten ist die Stimmung im Keller. Jetzt will die Mannschaft von Andre Loschinski wenigstens ihre Auswärtsserie ausbauen.

TV Geistenbeck – Mettmann-Sport. Nach dem zweiten Heimspieldesaster in Folge ist die Stimmung bei den Oberliga-Handballern von ME‑Sport im Keller. „So dürfen wir uns eigentlich in keinem Spiel präsentieren, besonders aber nicht vor unseren eigenen Zuschauern“, merkt man Trainer Andre Loschinski, der das Mettmanner Publikum seit Jahren genau kennt, die Enttäuschung immer noch an.

Erneut hat der engagierte Coach zu Beginn der Trainingswoche seine Mannschaft zu einer intensiven Videoanalyse geladen. „Es war wichtig, dass wir diese Blamage aufarbeiten und konstruktiv die Dinge besprechen, die wir nicht gut gemacht haben“, sagt Loschinski und wollte damit besonders im mentalen Bereich mit seiner Mannschaft arbeiten. „Wichtig ist es, neue Reize zu setzen. Auswärts ist es uns meist besser gelungen, daher wollen wir nun in Mönchengladbach wieder positive Akzente setzen“, sagt er.

Am Samstag um 19.45 Uhr gastieren die Mettmanner beim TV Geistenbeck und wollen dort ihren vierten Auswärtssieg in Serie einfahren. Die Gastgeber gelten dabei als Überraschungsmannschaft der Oberliga. In der vergangenen Saison bis zum corona-bedingten Abbruch nur auf einem Abstiegsplatz stehend und mit wenig überzeugenden Auftritten, belegt die Mannschaft von Trainer Thomas Laußer aktuell einen guten vierten Tabellenplatz. Dass dieser noch wenig aussagt, betont auch Loschinski: „In dieser Liga kann aktuell fast jeder jeden schlagen. Wichtig ist es konstant seine Leistung abzurufen.“

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Bis auf die beiden Spitzenteams Borussia Mönchengladbach und die Zweite Bergischen HC scheinen alle Teams auf einem ähnlichen Leistungsstand zu sein. So trennen die Mettmanner vom vierten Platz, den die Hausherren belegen, nur zwei Zähler. Aber eben jene Konstanz ist es, welche den Gästen in dieser Spielzeit noch fehlt. Vielleicht liegt es an der nicht immer optimalen Trainingsbeteiligung oder den personellen Ausfällen, die Loschinski auch an diesem Wochenende kompensieren muss.

Der Langzeitverletzte Jan Schirweit wird wegen seiner Rückenverletzung in diesem Kalenderjahr nicht mehr für die Kreisstädter auflaufen können. Tim Wittenberg und Timo Wehefritz fehlen den Mettmannern am Samstag aufgrund privater Gründe. Lucas Klein musste unter der Woche im Training wegen einer Schleimbeutelentzündung im Knie passen, wird jedoch beim TV Geistenbeck im Kader sein. „Er beißt auf die Zähne, allerdings fehlt im natürlich das Training und die Routine“, nimmt Loschinski seinem großgewachsenen Rückraumspieler den Druck für die kommende Partie.

Trotz der schlechten Vorzeichentraut der Trainer seiner Mannschaft durchaus zu, die starke Auswärtsbilanz am Niederrhein weiter auszubauen. „Geistenbeck ist toll in die Saison gestartet, kann mehrere Abwehrsysteme spielen und ist besonders kampftstark. Wir wollen unser Spiel auf die Platte bringen und am Ende wieder jubeln“, erklärt Loschinski.