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Bergisch Neukirchen: Laschet hält den A1-Tunnel für finanzierbar

Bergisch Neukirchen : Laschet hält den A1-Tunnel für finanzierbar

CDU-Landesvorsitzender Armin Laschet kritisiert NRW-Minister, verspricht aber auch keinen Tunnel.

Vorgestern noch in Hamburg bei einer Fernsehsendung, gestern am Abend dann in Leverkusen: Armin Laschet, Vorsitzender der NRW-CDU berichtete einiges über den kommenden Landtags-Wahlkampf und die politischen Ziele der CDU, aber ein Thema fanden die Besucher des gestrigen Leverkusener CDU-Neujahrsempfangs besonders spannend: Laschets Aussagen zum Projekt "A1-Ausbau in Leverkusen".

Der CDU-Politiker kritisierte dabei in unaufgeregtem Ton, aber sehr deutlich den NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD): Das Land NRW habe beim Bundesverkehrsminister für den Ausbau der A1 in Leverkusen zuerst nur den Neubau der Stelzenautobahn angemeldet. Da ging ein leichtes Raunen der Empörung durch den Saal. Laschet schob nach: Das Land hätte sofort beide Lösungen, die Stelzenautobahn und die A1 in Tieflage mit Deckel oben drauf in Berlin anmelden müssen, sagte Laschet.

Klar, der A1-Stelzenausbau liege bei rund 350 Millionen Euro Baukosten, eine in der Erde verlegte A1 bei rund 550 Millionen Euro. "Dieser Unterschied ist überwindbar", betonte der CDU-Spitzenpolitiker, der nach der Landtagswahl im Mai NRW-Ministerpräsident werden will. "Versprechen kann ich Leverkusen den Tunnel aber nicht", gab sich Laschet vorsichtig.

Leverkusens CDU-Landtagskandidat Rüdiger Scholz schärfte den Blick auf die A1-Diskussion: Die Stadt Leverkusen und ihre Bürger hätten sich in guten Zeiten gegenüber dem kriselnden Ruhrgebiet finanziell solidarisch gezeigt. Auch für den Aufbau Ost gingen viele Millionen Euro in andere Bundesländer. Jetzt sei auch mal Leverkusen dran mit großen Finanzhilfen.

Scholz verwies dabei auf die Kosten für den Bau des nach Willy Brandt benannten Flughafens Berlin. Für den seien täglich eine Million Euro nötig.

"Wir wollen in Leverkusen den Tunnel!", sagte Rüdiger Scholz und schrieb damit diese Forderung auch gleich in den Aufgabenkatalog, den ein Ministerpräsident Laschet zu erfüllen habe. Schließlich bleibe so eine Autobahn für rund 100 Jahre in Betrieb.

(RP)