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Leichlingen SPD wählt Steffes zum Bürgermeisterkandidaten

Kommunalwahl : SPD wählt Steffes zum Bürgermeisterkandidaten

Unter dem Wahlkampfmotto „Zusammen Leichlingen bewegen“ wollen die Sozialdemokraten wieder stärkste Kraft im Rathaus werden.

Frank Steffes bekommt die Chance, die Früchte seiner Arbeit in der laufenden Amtszeit als Bürgermeister zu ernten: Die SPD hat ihn auf der Stadtverbandsdelegiertenversammlung am Mittwochabend zu ihrem Bürgermeisterkandidaten bei der Kommunalwahl am 13. September gewählt. Unter dem Wahlkampfmotto „Zusammen Leichlingen bewegen“ wollen die Sozialdemokraten damit im Herbst ihre hauchdünne Mehrheit im Stadtrat verteidigen. Steffes hofft, dabei nicht in den Abwärtssog der Bundespartei zu geraten: „Kommunalwahlen sind immer eher Personenwahlen“, zeigte er sich optimistisch, sein Amt gegen den CDU-Bürgermeisterkandidaten Maurice Winter verteidigen zu können.

Außerdem bestimmten die Delegierten der Ortsvereine Leichlingen und Witzhelden unter Leitung der Stadtverbandsvorsitzenden Yvonne Göckemeyer die Wahlkreiskandidaten für Stadt- und Kreistag. In den Wahlbezirken 1 bis 16 kandidieren diesmal Roswitha Süßelbeck, Steffes in Wahlbezirk 2, Erhard Kühn (früher Wahlbezirk des verstorbenen Werner Rohde), Reinhold Rünker, Matthias Ebecke, Sebastian Lemmer (früher Erika Horsthemke), Tobias Rottwinkel, Christiane Bornmann, Martin Klemmstein, Dominik Laufs, Uwe Bräutigam, Tobias Siefen (früher Wolfgang Schweppe), Yvonne Göckemeyer (für Jerome Schaumann), Wolfgang Legrand und Önder Balkaja (für Markus Schwarz). In den drei örtlichen Kreiswahlbezirken stellen sich Roswitha Süßelbeck, Matthias Woditsch und Jürgen Franzen zur Wahl.

„Wir wollen Leichlingen nach vorne bringen, die Stadt weiterentwickeln“, kündigte Steffes an. „Ich denke, dass ich auch nach 30 Jahren im Rat kein Zyniker bin. Es macht mir einfach Spaß, etwas für die Menschen zu tun.“

Im Wahlkampf wollen die Sozialdemokraten Themen wie „Wohnraum – auch bezahlbarer – für alle“, „Wirtschaftsförderung“, „Digitalisierung an Schulen“, „Breitbandausbau“ und „Quartiersarbeit“ aufrufen. „Die Finanzierung des Quartierstreffs, der aktuell gute Arbeit leistet, ist in der Zukunft nicht gesichert. Als Kommune wollen wir dort mit einsteigen, dann aber auch die Regie übernehmen“, sagte Steffes.

Außerdem solle die Entwicklung an der Wupper mit Einkaufen, Wohnen und Entwicklung zum Fluss vorangetrieben werden: Hier stehe man bereits unmittelbar vor der Umsetzung. In einer der nächsten Ausschusssitzungen solle der Bebauungsplan auf dem ehemaligen Kaufpark-Gelände beschlossen werden.

Der Neubau einer Kindertagesstätte in der Balker Aue sei geplant. Insgesamt solle die Kinderbetreuung durch die Einrichtung von drei, eventuell sogar vier weiteren Kitas ausgebaut werden. Im Zuge der Mobilität stellen sich die Sozialdemokraten vor, die Fahrradwege in der Innenstadt sicherer zu machen, ein Fahrradparkhaus am Bahnhof zu errichten, den Autoparkplatz am Bahnhof nicht mehr zu pachten, sondern für „Park & Ride“-Zwecke zu kaufen und die Uferstraße zur ersten Fahrradstraße der Stadt zu machen. „Wir haben in den nächsten fünf Jahren richtig viel zu tun und können das ausrollen, was wir in den letzten sechs Jahren vorbereitet haben“, sagt Steffes.