SG Langenfeld gewinnt in der Regionalliga 3:0 beim ASV Senden

Volleyball : SG Langenfeld lässt Senden keine Chance

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld siegen beim Schlusslicht ASV Senden nach nur 78 Minuten 3:0. „Das war unsere Pflicht“, sagt Trainer Michael Wernitz, der den Gegner aber lobt. Am Sonntag geht es gegen Paderborn darum, oben dran zu bleiben.

Die Reise hat sich mal wieder gelohnt. Mehr als 140 Kilometer legten die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) zurück, um sich dem abgeschlagenen Schlusslicht ASV Senden zu stellen. Nach einem relativ kurzen Spiel von nur 78 Minuten setzte sich die SGL klar durch – 3:0 (25:18, 25:18, 25:18). „Wir müssen den Sieg ganz genau einordnen, weil er unsere Pflicht war. Ein anderes Ergebnis wäre nicht angebracht gewesen“, fand SGL-Coach Michael Wernitz.

Nachdem die Sendenerinnen jahrelang zu den etablierten Teams der Regionalliga gehört hatten, erlebten sie im Sommer einen erheblichen Umbruch. Seither tritt der ASV zwar mit einem jungen und engagierten Team an, muss aber noch häufig Lehrgeld zahlen. Trotzdem hatte Wernitz großen Respekt: „Ich muss den Senderinnen ein Kompliment machen: Sie lassen sich von den vielen negativen Erlebnissen nicht beeinflussen, sondern treten mit viel Freude und Leidenschaft auf.“ Bislang hat der Verein aus dem Münsterland alle 13 Partien verloren und belegt mit nur einem Punkt den letzten Platz.

Im ersten Durchgang neutralisierten sich die beiden Kontrahenten – und die Tabellensituation spiegelte sich nicht auf dem Feld wider (8:8, 14:14). Anschließend steigerten sich die Langenfelderinnen, die von den Aufschlägen ihrer Außenangreiferin Lara Dietrich und den Angriffen ihrer Kapitänin Diana Kiss profitierten (19:15, 25:18). Weil die Mittelblockerin Jil Molitor aus privaten Gründen ausfiel, durfte sich Anne Schmittmann mal wieder beweisen. Die Polizistin fehlte in der Hinrunde häufig aufgrund ihres Schichtdienstes und verfügte deshalb nur über sehr wenig Spielpraxis.

Trotz der schwierigen Ausgangslage stabilisierte sich Schmittmann gleich – und bereits im ersten Durchgang gelangen ihr vier Blockpunkte. „Während des Spiels habe ich Anne für ihre starken Aktionen mehrfach gelobt“, betonte Wernitz. „Man hat direkt gesehen, dass sie wieder häufiger beim Training ist. Dass sie bei meinem Co-Trainer Mark Nahrstedt und mir einen guten Ruf hat, konnte sie erneut bestätigen.“ Schmittmann agierte an der Seite der erfahrenen Mittelblockerin Silke Althaus, die durch den ASV-Trainer Oliver Grote zur wertvollsten Spielerin des Tages gewählt wurde. Schließlich agierte Althaus sehr aufmerksam, und ihr gelangen zahlreiche Punktgewinne.

Im zweiten Spielabschnitt sorgten die Gäste gleich für klare Verhältnisse – 10:4, 13:5. Bemerkenswert: Durch ihre solide Annahme konnten die Langenfelderinnen die ASV-Angriffe oft verteidigen und daraufhin selber gefährliche Aktionen initiieren (19:11, 25:18). Im letzten Durchgang lieferten sich die Teams zunächst abermals ein ausgeglichenes Duell (12:12), ehe die SGL konzentrierter auftrat und das Spiel entschied (25:18). „Letztlich hatten die Senderinnen das Gefühl, dass sie es nicht mehr schaffen würden“, meinte Wernitz.

In der Tabelle stehen die Langenfelderinnen mit 26 Punkten auf dem dritten Platz – und der Zweite TuS Herten liegt nur drei Zähler entfernt. Der Coach ist entspannt: „In unserer Liga sind die Kräfteverhältnisse sehr ausgeglichen verteilt. Wir wollen weiter oben dabei bleiben.“ Um ihre Stellung zumindest zu verteidigen, muss die SGL am Sonntag (15 Uhr, Halle Hinter den Gärten) gegen den Vierten VoR Paderborn (25 Zähler) gewinnen.

SGL: Steinacker, Althaus, Kiss, Zandt, Sanders, Nadolski, Tillmann, Eisler, Nahrstedt, Brust, Dietrich, Schmittmann, Tänzler, Leimbach.