Landesliga: Die SGE Bedburg-Hau entwickelt sich kontinuierlich

Fußball-Landesliga : Die SGE als Plattform für junge Kicker

Der Landesliga-Aufsteiger SGE Bedburg-Hau setzt seit Jahren auf Kontinuität und will strukturell neue Wege gehen. Die Protagonisten des Aufschwungs heißen Sebastian Kaul und Christian Klunder, das Stadion nun IGETEC Sportpark.

Nach dem souveränen Aufstieg in die Landesliga hatte sich die SGE Bedburg-Hau schnell zurecht gefunden in der sechsthöchsten Spielklasse. Nach etwas mehr als einem Drittel der Saison hat sich die Eintracht in der oberen Tabellenhälfte positioniert. Wichtig war dabei, dass der Meisterschaftskader zum großen Teil zusammengehalten werden konnte, wie der sportliche Leiter der 05er, Frank Olschewski betont: „Wir wollten mit den Spielern, die mit uns diesen tollen Erfolg gefeiert haben, auch in der Landesliga an den Start gehen, das ist uns auch gelungen. Zudem konnten wir die Verpflichtungen unserer Wunschspieler tätigen, um uns punktuell zu verstärken.“

Mit Sebastian Kaul und Christian Klunder ist es außerdem gelungen, auch auf der Trainerbank für Kontinuität zu sorgen. „Es erschien uns von größter Wichtigkeit, das zwischen Mannschaft und Trainerteam aufgebaute, sehr harmonische und von gegenseitigem Respekt geprägte Verhältnis, mit in die Landesliga zu nehmen“, sagt Olschewski im Gespräch mit unserer Redaktion. Daraus resultierte eine gut abgestimmte Vorbereitungsphase auf das Abenteuer Landesliga, in der alle von den Verantwortlichen, Trainern, Spielern und Betreuern an einem Strang zogen, um gewappnet zu sein für die neue Herausforderung, die aber auch mit Demut angegangen wurde.

Mit Ruhe, Sachlichkeit und Respekt ging es dann auch in die ersten Pflichtspiele. Doch die Realität sah dann etwas anders aus, wie Olschewski zugibt: „Wir mussten feststellen, das zwischen dem Wunschdenken und der Wahrheit, denn die liegt ja bekanntlich immer auf dem Platz, noch Lücken klafften. Teilweise haben wir uns einfach noch nicht clever genug angestellt und verhalten.“ Nach der ersten Niederlage beim SV Scherpenberg (0:2) bewies der Aufsteiger dann gegen den VfL Rhede große Moral und holte nach einem 1:3-Rückstand noch den ersten Punkt in der sechsten Liga seit Beginn der noch jungen Vereinsgeschichte. Nach einer weiteren Pleite gegen den TSV Meerbusch (0:2) holten die Grün-Schwarzen dann furiose 20 Punkte aus 10 Partien und landeten dabei mehrere Überraschungscoups.

Gegen den SC Kapellen (3:1), Teutonia St. Tönis (2:1), PSV Wesel (3:1) und VSF Amern (3:0) bezwang die Kaul-Elf gleich mehrere Aufstiegsaspiranten. „Es war ein Mix aus allem. Die Trainer und die Mannschaft haben immer nach den besten Lösungen gesucht und das hat sich dann irgendwann ausgezahlt. Wichtig ist immer eine gute Defensive und mit unserer starken Offensive konnten wir dann in den richtigen Momenten zuschlagen. Es muss eben über 90 Minuten alles zusammenpassen“, erklärt Olschewski den starken Aufwärtstrend des Aufsteigers. Nicht ausschließlich sportlich, sondern auch abseits des Fußballplatzes hat sich die SGE Bedburg-Hau zuletzt neu positioniert. Mit der Firma IGETEC GmbH aus dem Industriegebiet in Bedburg-Hau konnte ein neuer Hauptsponsor gewonnen werden, der gleichzeitig auch die Namensrechte der Hasselter Sportanlage übernommen hat, die jetzt IGETEC Sportpark heißt.

„Auch das Interesse der Zuschauer innerhalb und außerhalb der Gemeinde ist noch einmal deutlich gewachsen: Darüber sind wir natürlich begeistert“, freut sich Olschewski. Auch die sportliche Ausrichtung hat sich bei der SGE verändert, wie der sportliche Leiter Olschewski nun erzählt: „Wir wollen jungen Spielern in Zukunft eine sportliche Plattform bieten, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Und dieses Projekt wird von den Trainern ausdrücklich unterstützt und mitgetragen. Kaul und Klunder haben in den letzten zwei Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie sie junge Akteure mit ihrer fachlichen und sportlichen Kompetenz weiterentwickeln können.“ Nun gilt es, die sportliche Ausrichtung und die Entwicklung des Landesligisten SGE Bedburg-Hau auch für die Zukunft nachhaltig zusammen zu gestalten.